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Sheryl Sandberg, Geschäftsführerin von Facebook, und Jack Dorsey, Chef von Twitter, bei einer Anhörung vor dem Geheimdienstausschuss im US-Senat.
© dpa-Bildfunk / Jose Luis Magana
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Sheryl Sandberg, Geschäftsführerin von Facebook, und Jack Dorsey, Chef von Twitter, bei einer Anhörung vor dem Geheimdienstausschuss im US-Senat.

Facebook und Twitter haben sich vor dem US-Kongress gegen Vorwürfe verteidigt, zu wenig gegen eine Einflussnahme auf die US-Politik aus dem Ausland zu unternehmen.

Facebook gibt zu: Zu langsam reagiert

Facebook-Vorstandsmitglied Sheryl Sandberg räumte bei der Anhörung zwar ein, zu langsam reagiert zu haben, als bei der US-Präsidentenwahl 2016 der Verdacht russischer Manipulationsversuche aufkam. Facebook gehe aber inzwischen besser damit um. "Wir haben Hunderte Seiten und Nutzerkonten gelöscht, die unglaubwürdig wirkten", sagte Sandberg. "Wenn schädliche Akteure versuchen, unsere Seite zu benutzen, werden wir sie blockieren."

Twitter: Wir sind unparteiisch

Auch Twitter-Chef Jack Dorsey berichtete über eine inzwischen engmaschigere Überprüfung. Twitter habe 770 Konten gesperrt, die sich nicht an die Richtlinien des Konzerns hielten. Dorsey wehrte sich energisch gegen Vorwürfe der politischen Manipulation durch seinen Onlinedienst. In einer vorbereiteten Erklärung teilte er mit, der Kurzbotschaftendienst basiere nicht auf "politischer Ideologie". Dies gelte sowohl für die Rangfolge von Inhalten als auch für die Anwendung der Twitter-Regeln. "Wir glauben fest daran, unparteiisch zu sein, und wir streben danach, unsere Regeln unparteiisch anzuwenden", versicherte Dorsey.

Entscheidende Probleme nicht bewältigt

Einige Kongressabgeordnete zeigten sich dennoch unzufrieden. Senator Richard Burr von den Republikanern, der dem Geheimdienstausschuss des Senats vorsitzt, kritisierte, entscheidende Probleme seien nicht bewältigt. Mit bestimmten Risiken und den Gefahren für die Nationale Sicherheit hätten sich die Firmen bislang nicht überzeugend befasst.

Vor Beginn der Anhörung hatte US-Präsident Donald Trump den Betreibern von Internet-Netzwerken vorgeworfen, sich in den Wahlkampf für die Kongresswahlen im November einzumischen. Beweise legte er nicht vor.

Der US-Präsident hatte den Online-Netzwerken wegen der angeblichen Manipulationen in der vergangenen Woche sogar mit Konsequenzen gedroht. "Google und Twitter und Facebook - sie begeben sich wirklich auf sehr, sehr schwieriges Terrain, und sie müssen auf der Hut sein", warnte er.