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Twitter und Facebook blockieren Trump vorübergehend | BR24

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Bildrechte: picture alliance / AA | Ercin Erturk

Twitter blockiert Trump vorübergehend

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Twitter und Facebook blockieren Trump vorübergehend

Nach den Ausschreitungen am Kapitol mit vier Toten haben mehrere Online-Dienste die Accounts von US-Präsident Trump gesperrt. Twitter blockierte das Konto des abgewählten Präsidenten für zwölf Stunden, Facebook für zunächst 24 Stunden.

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Von
  • Claudia Steiner

Twitter und Facebook schieben dem scheidenden US-Präsidenten Donald Trump vorübergehend einen Riegel vor. In einem beispiellosen Schritt gab Facebook bekannt, dass Trump für 24 Stunden keine Posts mehr absetzen könne. Grund der Sperrung seien zwei Verstöße gegen Richtlinien des Online-Netzwerks.

Angriff auf das Kapitol

Am Mittwoch stürmten Anhänger Trumps das Kapitol, nachdem dieser bei einer Kundgebung zu einem Protestmarsch auf das Parlamentsgebäude angestachelt hatte. Vier Menschen kamen laut der Polizei bei der Besetzung des Kapitols ums Leben.

Twitter blockiert Trumps Account für zwölf Stunden

Nach der Eskalation blockierte Twitter Trumps Account für zwölf Stunden und drohte ihm mit einer dauerhaften Sperrung. Er hatte in einer Reihe von Tweets nach den chaotischen Szenen seine haltlosen Vorwürfe von Wahlbetrug bekräftigt und Verständnis für die wütende Menge geäußert.

Der Account des Präsidenten entfernte diese Postings und ein Video nach Angaben von Twitter - ansonsten hätte eine Verlängerung der Blockade gedroht. Sollte Trump künftig weiter gegen die Richtlinien gegen die Verbreitung von Fehlinformationen verstoßen, werde sein Account dauerhaft gesperrt, erklärte der Kurznachrichtendienst.

Trump: "Das sind Dinge und Ereignisse, die passieren"

In der entfernten Video-Botschaft sagte Trump: "Ich kenne euren Schmerz. Ich weiß, dass ihr euch verletzt fühlt. Aber ihr müsst jetzt nach Hause gehen." Er sagte: "Wir können diesen Leuten nicht in die Hände spielen. Wir brauchen Frieden. Also geht heim. Wir lieben euch. Ihr seid etwas ganz Besonderes." Später schrieb er: "Das sind Dinge und Ereignisse, die passieren, wenn ein ehrwürdiger Erdrutschsieg bei einer Wahl ohne viel Federlesen und auf so bösartige Weise großen Patrioten entrissen wird, die so lange schlecht und unfair behandelt worden sind."

Kritik an Internet-Plattformen

Während einige Beobachter das Durchgreifen der Internet-Plattformen begrüßten, warfen manche Experten den Unternehmen vor, im Umgang mit Trump und dessen Unterstützern jahrelang nur herumgedruckst zu haben. Die ganze Zeit hätten sie gefährliche Falschinformationen unters Volk bringen und zu Gewalt anstiften können, die zur jüngsten Eskalation beigetragen habe.

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