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TV-Talkshows: ZDF will Björn Höcke nicht mehr einladen | BR24

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ZDF-Chefredakteur will Höcke nicht mehr in Talkshows einladen

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    TV-Talkshows: ZDF will Björn Höcke nicht mehr einladen

    Nach dem Interview-Eklat im September zieht das ZDF nun Konsequenzen: Chefredakteur Peter Frey will den AfD-Politiker Björn Höcke nicht mehr in den Talkshows des Senders sehen. Man müsse zeigen, "wo die Grenzen demokratischer Gesinnung verlaufen".

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    Der AfD-Politiker Björn Höcke wird wohl nicht mehr so bald zu Talkshows im ZDF eingeladen werden. In einem Interview mit der "Zeit" hatte ZDF-Chefredakteur Peter Frey die Frage, ob der thüringische AfD-Chef noch ein geeigneter Gast in Talkshows sei, ausdrücklich verneint.

    Medien in der Verpflichtung, die Demokratie zu verteidigen

    Wer bei der Landtagswahl im Oktober Höcke gewählt habe, habe "bewusst rechtsextrem" gewählt, fügte Frey hinzu. "Wir Medien haben niemanden zu erziehen", so der Chefredakteur: "Aber wir müssen zeigen, wo die Grenzen demokratischer Gesinnung verlaufen."

    Im September hatte sich Frey bereits dafür gerechtfertigt, dass der Sender ein Interview mit Höcke vorzeitig beendet hatte. Nachdem der Politiker das Gespräch wegen von ihm als unpassend empfundenen Fragen unterbrochen hatte, lehnte das ZDF es ab, das Interview neu zu beginnen.

    Björn Höcke gehört zum sogenannten Flügel der AfD, eine als völkisch eingestufte Gruppierung innerhalb der Partei. Ein Gericht erklärte es im Kontext einer Demonstration für zulässig, Höcke als Faschisten zu bezeichnen.

    AfD spricht von Ausgrenzung

    Die AfD reagierte nicht begeistert über die "Ausladung" Höckes. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Frank Pasemann erklärte auf Twitter, im öffentlich-rechtlichen Rundfunk würden "linksgrüne Ansichten bevorzugt". Aber das sähe der "oberste Staatsfunker" Frey sicher auch nicht, so Pasemann.