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Tusk: Kurze Brexit-Verschiebung wohl möglich | BR24

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EU-Ratschef Tusk hält nach Rücksprache mit anderen europäischen Politikern eine "kurze Verschiebung" des Brexits für möglich, falls das britische Parlament den Austrittsvertrag annimmt. Auch wenn dies bei der Europawahl Probleme mit sich bringt.

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Tusk: Kurze Brexit-Verschiebung wohl möglich

EU-Ratschef Tusk hält nach Rücksprache mit anderen europäischen Politikern eine "kurze Verschiebung" des Brexits für möglich, falls das britische Parlament den Austrittsvertrag annimmt. Auch wenn dies bei der Europawahl Probleme mit sich bringt.

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EU-Ratspräsident Donald Tusk hat sich nach einem Telefonat mit Premierministerin Theresa May unter bestimmten Bedingungen offen für eine kurze Verschiebung des Brexit-Termins gezeigt. Voraussetzung sei allerdings, dass das Unterhaus den bereits zwei Mal abgelehnten Brexit-Vertrag kommende Woche doch noch zustimme.

Tusk: Zustimmung der übrigen 27 Länder kein Problem

Die von der britischen Premierministerin Theresa May vorgeschlagene Verlängerung der Austrittsfrist bis 30. Juni habe etwas für sich, fügte er hinzu. Allerdings werfe das neue Datum eine Reihe ernster juristischer und politischer Fragen auf. Die EU-Staats- und Regierungschefs würden dies beim Gipfel am Donnerstag besprechen. Kein Problem sieht Tusk darin, die Zustimmung der übrigen 27 Länder für die letzten Nachbesserungen des Vertragspakets von voriger Woche zu bekommen.

Vermutlich kein EU-Sondergipfel in der kommenden Woche

Derzeit erwarte er keinen Sondergipfel kommende Woche, sagte Tusk weiter. Die Entscheidungen der EU-Staats- und Regierungschefs beim Gipfel könnten im schriftlichen Verfahren unter Dach und Fach gebracht werden. Sollte es nötig werden, werde er aber auch nicht zögern, kommende Woche noch einmal nach Brüssel zu laden. Man habe jetzt den kritischsten Punkt des Austrittsverfahrens erreicht, sagte Tusk. Die Chancen für einen endgültigen Erfolg erschienen derzeit schwach, vielleicht sogar illusionär. Aber: "Wir können nicht aufgeben, eine Lösung zu suchen", sagte Tusk.

Muss Großbritannien an der Europawahl im Mai teilnehmen?

Ursprünglich wollte sich Großbritannien am 29. März von der Staatengemeinschaft trennen. Doch der Termin ist nicht mehr zu halten - es sei denn, das Land scheidet ohne Deal aus der EU aus. Gegen den 30. Juni als neuen Termin hat die EU-Kommission Bedenken. Sollte Großbritannien zum Start der Europawahl ab 23. Mai noch Mitglied sein, müsste es an der Wahl teilnehmen. May lehnt das jedoch ab.

Frankreich pocht auf Glaubwürdigkeit der britischen Strategie

Frankreich droht zudem mit einem Veto für den Fall an, dass May beim EU-Gipfel keine "ausreichende Garantien" für die Glaubwürdigkeit ihrer Strategie vorlege. In dem Fall würde Frankreich einen EU-Austritt Großbritanniens ohne Abkommen vorziehen. Ein ungeregelter Brexit könnte allerdings wirtschaftliche Schäden verursachen.

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Im Brexit-Poker hat Premierministerin May heute eine Fristverlängerung für den EU-Austritt Großbritanniens bis Ende Juni beantragt. In Brüssel sorgt das Ansinnen für Unmut, vor allem, weil Ende Mai Europawahlen anstehen.