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Tumulte bei Maradonas Aufbahrung in Buenos Aires | BR24

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Tausende Menschen trauern in Buenos Aires um Fußball-Superstar Maradona, der gestern im Alter von 60 Jahren verstorben ist.

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Tumulte bei Maradonas Aufbahrung in Buenos Aires

Zehntausende nehmen in Buenos Aires von Diego Maradona Abschied. Sie alle wollen im Präsidentenpalast einen Blick auf den Sarg ihres Idols werfen. Das Gedränge ist groß. Hooligans versuchten, die Absperrungen zu überwinden.

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Von
  • Ivo Marusczyk
  • BR24 Redaktion

Viele Menschen haben die ganze Nacht auf der Plaza de Mayo in Buenos Aires ausgeharrt. Seit 6 Uhr früh ist der Sarg des Fußballstars Diego Maradona in der Eingangshalle des Präsidentenpalastes aufgebahrt, bedeckt mit der argentinischen Fahne und einem Trikot mit der Rückennummer 10.

Ärger mit Hooligans

Zehntausende stehen an, um von ihrem Idol Abschied zu nehmen. Im dichten Gedränge wird meist kein Abstand eingehalten, viele missachten auch die Maskenpflicht. Seit dem frühen Morgen ziehen die Trauernden an dem Sarg vorbei. Dabei versuchen einige, Fahnen, Trikots oder Schals auf den Sarg zu werfen.

Kurz nachdem sich die Türen des Präsidentenpalastes geöffnet hatten, kam es zu Tumulten. Hooligans der Ultra-Fanclubs versuchten, die Absperrungen zu überwinden und lieferten sich Rangeleien mit der Polizei, es flogen Steine und Flaschen.

Dreitägige Staatstrauer in Argentinien

Der Leichnam wird drei Tage lang im Präsidentenpalast aufgebahrt. Die Regierung hat eine dreitägige Staatstrauer angeordnet und erklärt, Maradona werde ein Staatsbegräbnis erhalten. Bereits kurz vor Mitternacht waren Maradonas Ex-Frau Claudia Villafane und seine Töchter Dalma und Gianinna in den Präsidentenpalast gekommen. Es folgten Claudio Tapia, Präsident des argentinischen Fußballverbandes, sowie eine Reihe von aktuellen und ehemaligen Spielern, darunter Maradonas Mannschaftskameraden aus dem siegreichen argentinischen Team der WM 1986.

Auch Neapel trauert

Auch in Neapel, Maradonas alter sportlicher Heimat, haben Fans der Fußball-Legende gedacht. Viele von ihnen pilgerten zu einem Wohnblock im Zentrum der Stadt, an dessen Fassade ein Gemälde des ehemaligen Stars des SSC Neapel zu sehen ist. Trotz des Ausgangsverbots ab 22 Uhr wegen der Corona-Pandemie versammelten sich vor dem Stadio San Paolo hunderte Fans und legten Kerzen und Blumen nieder.

Maradona starb wohl an akuter Herzinsuffizienz

Maradona ist am Mittwoch in seinem Haus in einem Vorort von Buenos Aires gestorben. Die Autopsie ergab nach Berichten argentinischer Medien, dass er an akuter Herzinsuffizienz starb, dadurch hatte sich auch ein schweres Lungenödem entwickelt. Am 3. November war Maradona noch in einer Privatklinik in der argentinischen Hauptstadt wegen eines Blutgerinnsels im Gehirn operiert worden.

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