Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt
Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt

Türkei kurz vor Einmarsch in Syrien - Kurden machen mobil | BR24

© BR

Der Militärschlag der Türkei gegen Kurden in Nordsyrien wird seit Tagen erwartet. Jetzt steht der Einmarsch kurz bevor, wie die Regierung in Ankara bekanntgab. Die kurdische Autonomieverwaltung verkündete eine Generalmobilmachung.

6
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Türkei kurz vor Einmarsch in Syrien - Kurden machen mobil

Der Militärschlag der Türkei gegen Kurden in Nordsyrien wird seit Tagen erwartet. Jetzt steht der Einmarsch kurz bevor, wie die Regierung in Ankara bekanntgab. Die kurdische Autonomieverwaltung verkündete eine Generalmobilmachung.

6
Per Mail sharen
Teilen

Die Türkei steht nach eigenen Angaben unmittelbar vor einer Militäroffensive in Syrien. Die Armee werde die Grenze "in Kürze" die Grenze überqueren, um gegen die kurdischen YPG-Einheiten zu kämpfen, schrieb der Kommunikationsdirektor des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, Fahrettin Altun, in einem Gastbeitrag bei der "Washington Post".

An der Seite der türkischen Soldaten würden auch Rebellen der so genannten Freien Syrischen Armee im Einsatz sein. Altun appellierte an Kämpfer der YPG, zur türkischen Armee überzulaufen.

Generalmobilmachung bei den Kurden

Währenddessen hat die kurdisch geführte zivile Verwaltung in Nordsyrien zu einer Generalmobilmachung im Grenzgebiet aufgerufen. Alle ethnischen Gruppen sollten sich in die Gebiete an der Grenze zur Türkei bewegen, um Widerstand zu leisten, heißt es in einer Mitteilung der Selbstverwaltungsbehörde. Sie forderte die internationale Gemeinschaft dazu auf, Verantwortung zu übernehmen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow rief die Kurden und das syrische Assad-Regime zu einem Dialog auf.

Vorbereitungen für Syrien-Offensive gehen weiter

Die Türkei hatte in der Nacht weitere Panzerfahrzeuge und Truppen in die Grenzregion verlegt. Die Regierung in Ankara wies am Mittag Meldungen zurück, wonach der Einmarsch bereits begonnen habe. Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar erklärte: "Unsere Anstrengungen für die Operation werden fortgesetzt."

Türkei will mit der Offensive die kurdische YPG-Miliz entlang der türkisch-syrischen Grenze zurückdrängen. Anschließend sollen dort syrische Flüchtlinge aus der Türkei angesiedelt werden.