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Trump will TikTok in den USA verbieten lassen | BR24

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Smartphone mit TikTok-App

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Trump will TikTok in den USA verbieten lassen

Indien hat es bereits getan - jetzt könnten auch die USA folgen: Präsident Donald Trump hat angekündigt, das soziale Netzwerk TikTok landesweit verbieten zu wollen. Laut Insidern wird bereits über einen Kauf des Netzwerks durch Microsoft spekuliert.

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TikTok hat weltweit knappt eine Milliarde Nutzer - und gilt damit zurzeit als eines der mächtigsten sozialen Netzwerke. Dennoch will US-Präsident Donald Trump die Videoplattform nun in seinem Land verbieten, wie er vor Journalisten angekündigt hat.

"Was TikTok betrifft, so verbannen wir sie aus den USA", sagte Trump mitreisenden Journalisten zufolge am Freitagabend (Ortszeit) in seinem Regierungsflugzeug Air Force One. Er plane, bereits an diesem Samstag gegen die das soziale Netzwerk vorzugehen und einen entsprechenden Beschluss zu unterzeichnen. Über ein Verbot wird bereits seit einigen Wochen diskutiert.

Nutzerdaten möglicherweise nicht sicher

Hintergrund sind unter anderem Sicherheitsbedenken: TikTok ist die internationale Videoplattform des chinesischen Unternehmens ByteDance, das in China die zensierte Version Douyin betreibt. Experten glauben, dass persönliche Daten, die über die App gesammelt werden, nicht sicher sein könnten. US-Behörden haben sogar Bedenken geäußert, dass das Onlinenetzwerk Nutzerdaten an die chinesische Regierung weitergibt - was TikTok bisher jedoch wiederholt zurückgewiesen hat.

Microsoft soll an TikTok interessiert sein

Insidern zufolge stehen potenzielle Käufer bereits in den Startlöchern, darunter Microsoft, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete. Ein entsprechender Deal würde jedoch nicht auf die Zustimmung Trumps stoßen würde, wie er ebenfalls deutlich machte.

Plattform ist einflussreich - und umstritten

TikTok ist vor allem bei jungen Menschen beliebt und hat weltweit fast eine Milliarde Nutzer. Die Videoplattform entstand 2017 durch die Zusammenlegung mit der Mitsing-App Musical.ly, die mit einer Lippensynchronisierungsfunktion für selbstgedrehte Videos erfolgreich wurde.

In Indien wurde die Plattform schon verboten. Wegen des Argwohns im Ausland bemüht sich das Unternehmen schon länger, seine internationale Plattform von der chinesischen Version zu trennen. Eine Stellungnahme des sozialen Netzwerks zu den aktuellen Ereignissen gibt es bisher jedoch nicht.

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