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Trump droht weiter

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Trump legt bei Drohungen gegen Nordkorea nach

US-Präsident Donald Trump hat Nordkorea erneut mit harten Reaktionen der USA gedroht. Das Land solle "sehr, sehr nervös" sein, wenn es über einen Angriff auf die USA nachdenke. US-Verteidigungsminister Jim Mattis hingegen setzt auf Diplomatie .

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"Nordkorea sollte sich lieber zusammenreißen, sonst wird es Ärger kriegen wie nur wenige Staaten zuvor", sagte Trump in Bedminster im US-Bundesstaat New Jersey.

Seine vorige Botschaft an die Regierung in Pjöngjang sei "vielleicht nicht hart genug" gewesen, sagte Trump auf seiner Golfanlage in Bedminster. Er warnte Pjöngjang davor, "auch nur daran zu denken", die USA oder ihre Verbündeten anzugreifen. Es würden ihnen "Dinge zustoßen, die sie niemals für möglich gehalten haben", sagte Trump. Gleichzeitig betonte er, die USA seien weiterhin offen für Verhandlungen.

Kritik an seinen Drohungen in Richtung Pjöngjang wies der Präsident zurück. Es sei "an der Zeit, dass jemand für die Menschen in diesem Land eintritt und auch für die Menschen in anderen Ländern". 

"Feuer und Wut"

Trump hatte am Dienstag gesagt, er werde im Atomstreit mit Nordkorea mit "Feuer und Wut" auf Provokationen reagieren. Daraufhin drohte das weitgehend isolierte Land mit dem Raketenbeschuss von Zielen im Umfeld von Guam. Auf der Insel im Westpazifik sind rund 6.000 US-Soldaten stationiert. Das US-Außengebiet liegt rund 3.300 Kilometer von Pjöngjang entfernt.

Mattis sieht "diplomatische Ergebnisse"

Im Gegensatz zu Trump ist US-Verteidigungsminister Mattis offenbar um eine Entschärfung der Auseinandersetzung bemüht. Ein Krieg mit Nordkorea wäre "katastrophal", sagte der Pentagon-Chef. Er setze weiter auf Diplomatie. Es seien bereits "diplomatische Ergebnisse" zu sehen und diesen Weg wolle er fortsetzen.

Welche Ergebnisse er meinte, ließ Mattis offen. Womöglich bezog er sich auf die Entscheidung des UN-Sicherheitsrats, der am Samstag die Strafmaßnahmen gegen Nordkorea verschärft hatte, um die Regierung in Pjöngjang im Streit um ihr Raketenprogramm zum Einlenken zu bewegen. Auch Nordkoreas wichtigster Verbündeter China unterstützte die neue Sanktionsrunde.

Trump appelliert an China 

Dessen ungeachtet rief Trump Peking erneut dazu auf, den Druck auf Nordkorea weiter zu erhöhen. "Ich denke, China kann sehr viel mehr tun", sagte der US-Präsident. Er hatte China bereits mehrfach vorgeworfen, zu wenig zur Lösung des Konflikts beizutragen.

China kritisiert US-Manöver

China hat unterdessen mit scharfer Kritik auf ein US-Marinemanöver im Südchinesischen Meer reagiert. Das US-Schiff "USS John S. McCain" habe gegen chinesisches und internationales Recht verstoßen und die Souveränität und Sicherheit der Volksrepublik "ernsthaft" beeinträchtigt, erklärte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Geng Shuang. Er kündigte an, dass Peking offiziell Protest in Washington einlegen werde. 

Die "USS John S. McCain" war am Donnerstag bis auf sechs Seemeilen an eine von China künstlich aufgeschüttete Insel in dem Seegebiet herangefahren. 

Besorgnis auch in Deutschland 

Die verbale Eskalation des Konflikts rief international Besorgnis hervor. Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen warnte davor, "dass ungewollt etwas außer Kontrolle gerät". Die Situation sei inzwischen so gefährlich, dass "man nicht mit dem Feuer spielen darf", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag der "Passauer Neuen Presse".