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Trump holt "Dorian" nach Alabama | BR24

© BR/Reuters

US-Präsident Trump hatte den Bundesstaat Alabama vor Hurrikan "Dorian" gewarnt. Die Daten des Nationalen Hurrikan-Zentrums geben das aber nicht her. Trump beharrt aber auf seiner Version, mit einer offensichtlich geänderten Karte.

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Trump holt "Dorian" nach Alabama

Es ist die neueste Posse aus dem Weißen Haus: Entgegen aller Experten-Vorhersagen behauptet US-Präsident Trump seit dem Wochenende, dass Tropensturm "Dorian" auch den Bundesstaat Alabama bedrohe. Gestern legte er nach.

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Alles begann am Sonntag, als US-Präsident Donald Trump via Twitter die Bewohner Alabamas vor Hurrikan "Dorian" warnte. Im Widerspruch zu den offiziellen Vorhersagen des Nationalen Hurrikan-Zentrums (NHC) schrieb Trump, dass auch Alabama sehr hart von dem Wirbelsturm getroffen werden könnte. Trotz Gegenwinds im Kurznachrichtendienst legte Trump nach und sagte bei einem Hurrikan-Briefing an die Bürger Alabamas gerichtet: "Bitte seid auch vorsichtig."

Der amtliche Wetterdienst in Alabama machte am Sonntag deutlich: "Alabama wird NICHT von 'Dorian' getroffen werden. Wir wiederholen, in Alabama werden keine Auswirkungen durch Hurrikan 'Dorian' zu spüren sein. Das System bleibt zu weit östlich."

Nachdem einige US-Medien über die "Alabama-Verwirrung" berichtet hatten, legte Trump am Montag nach und bezeichnete die Berichte über seine angebliche Falschaussage als künstlich aufgeregt und unwahr.

Mit Filzstift nachgebessert

Doch damit wollte es der Präsident offenbar nicht bewenden lassen: Bei einem Hurrikan-Briefing in seinem Büro im Weißen Haus am Mittwoch präsentierte er eine offizielle Karte des Hurrikan-Verlaufs. Dort war mit einem schwarzen Filzstift das Gebiet der möglichen Sturm-Ausbreitung vergrößert worden, so dass auch Alabama berührt wurde.

© Mike Theiler / Picture Alliance

Trump zeigt eine Karte des Hurrikan-Verlaufs, auf der mit einem schwarzen Stift das Gebiet erweitert worden ist, sodass Alabama berührt wird.

Einige US-Medien berichteten unter Berufung auf anonyme Quellen schnell, Trump habe die Karte selbst ausgebessert. Dafür gab es aber keine Bestätigung. Bei einem weiteren Auftritt im Weißen Haus wurde Trump dann von Journalisten gefragt, wie es zu der veränderten Karte gekommen sei. "Ich weiß nicht. Ich weiß nicht. Ich weiß nicht", sagte er.

Geringe Chance, dass Alabama getroffen wird

Noch einmal verteidigte Trump seine Aussage: Eine frühe Hurrikan-Prognose hätte mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit gezeigt, dass Alabama auch betroffen sein würde. So sei es dann aber nicht gekommen, räumte Trump ein. Die offiziellen Grafiken des NHC prognostizierten jedoch zu keinem Zeitpunkt bedeutende Auswirkungen des Sturms auf Alabama. Am Sonntag, als Trump erstmals Alabama ins Gespräch brachte, zeigten die Karten eindeutig einen prognostizierten Verlauf entlang der südöstlichen US-Küste, nicht in Richtung Alabama.