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Trump entlässt Verteidigungsminister Esper | BR24

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Schon seit Monaten gibt es Spannungen zwischen Donald Trump und US-Verteidigungsminister Esper. Wenige Tage nach seiner Wahlniederlage hat der scheidende Präsident ihn jetzt gefeuert - und schon einen Nachfolger ernannt.

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Trump entlässt Verteidigungsminister Esper

Schon seit Monaten gibt es Spannungen zwischen Donald Trump und US-Verteidigungsminister Esper. Wenige Tage nach seiner Wahlniederlage hat der scheidende Präsident ihn jetzt gefeuert - und schon einen Nachfolger ernannt.

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Der abgewählte US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben seinen Verteidigungsminister Mark Esper fristlos entlassen. Esper sei gekündigt ("terminated") worden, schrieb Trump auf Twitter. Der Direktor des Nationalen Zentrums zur Terrorismusbekämpfung, Christopher Miller, werde mit sofortiger Wirkung den Posten des Pentagon-Chefs kommissarisch übernehmen.

Gerüchte über eine Entlassung Espers gab es seit Monaten. Allerdings war so ein Schritt im Nachgang der Wahl insbesondere im Fall eines Sieges Trumps erwartet worden.

Spannungen zwischen Trump und Esper

Seit dem Sommer gibt es Spannungen zwischen dem Präsidenten und dem Verteidigungsminister. Hintergrund waren Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt, bei denen sich Trump als Hardliner inszenierte und drohte, die Unruhen im Land notfalls mit militärischer Gewalt zu beenden. Dafür hätte er den "Insurrection Act" von 1807 aktivieren müssen, der es dem US-Präsidenten erlaubt, unter bestimmten Umständen das US-Militär im Inland einzusetzen.

Esper hatte sich gegen einen Einsatz des US-Militärs zum Stopp der Unruhen ausgesprochen und war damit klar auf Distanz zu Trump gegangen. Er hatte so einen Schritt als "letztes Mittel" bezeichnet, das nur in den "dringendsten und schlimmsten Situationen genutzt werden", sollte.

Dass der amtierende Pentagon-Chef öffentlich derart auf Distanz zum Oberbefehlshaber des Landes geht, ist höchst ungewöhnlich und war bei Trump offenbar nicht gut angekommen. US-Medien berichteten damals unter Berufung auf Trumps Umfeld, dass dieser bereits die Frage einer Ablösung aufgeworfen habe.

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