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Bayerns Wirtschaft fürchtet Eskalation des Handelsstreits

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Trump droht erneut mit Zöllen auf europäische Autoimporte

Der Handelsstreit zwischen den USA und Europa geht in die nächste Runde: US-Präsident Trump will seine Drohung wahr machen und Importzölle von 20 Prozent auf europäische Autos erlassen. Zumindest, falls die EU nicht doch noch bald einlenkt.

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Die Europäische Union belange die USA, ihre Firmen und Arbeiter seit langem mit Zöllen und anderen Handelshemmnissen. "Wenn diese Zölle und Barrieren nicht bald eingerissen und beseitigt werden, werden wir 20 Prozent Zoll auf alle ihre Autos erheben, die in die USA kommen", schrieb der US-Präsident auf Twitter. Und fügte hinzu: "Baut sie hier!"

Gegenreaktion auf die Gegenreaktion

Trump hatte derartige Maßnahmen früher schon mehrfach angedroht. In der vergangenen Nacht waren die Zölle der EU auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter in Kraft getreten.

Damit hatten die Europäer auf die von Trump verhängten Zölle reagiert: Bei Importen aus der EU werden in den USA seit Anfang Juli Zölle in Höhe von 25 Prozent aufStahl und von 10 Prozent auf Aluminium fällig. Zahlreiche Länder halten die Abgaben für nicht vereinbar mit den Regeln der Welthandelsorganisation WTO.

Autohersteller verlieren an der Börse

Minuten nach dem Trump'schen Tweet rutschte der deutsche Leitindex Dax ins Minus. Zu den größten Verlierern gehörten die Aktien des Autobauers BMW, die 2,43 Prozent einbüßten. Auch die Titel von Daimler und Volkswagen sanken um jeweils rund anderthalb Prozent. Für die Papiere des Autozulieferers und Reifenherstellers Continental ging es knapp 2 Prozent bergab.

Grund ist, dass die angedrohten Importzölle auf Autos besonders die deutschen Hersteller hart treffen würden. Deutschland hat im vergangenen Jahr Pkw im Wert von knapp 22 Milliarden Euro in die USA exportiert. Nach Angaben der europäischen Statistikbehörde Eurostat entspricht das mehr als der Hälfte aller Autoexporte der EU in die Vereinigten Staaten.