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Trump betritt als erster US-Präsident nordkoreanischen Boden | BR24

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Dieser Schritt eines amtierenden US-Präsidenten wird in die Geschichtsbücher eingehen: Bei seinem kurzen Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat Donald Trump die Grenze übertreten.

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Trump betritt als erster US-Präsident nordkoreanischen Boden

Donald Trump hat als erster amtierender US-Präsident den Boden des kommunistischen Nordkoreas betreten. Im Ort Panmunjom an der innerkoreanischen Grenze überschritt er die Demarkationslinie. Trump will Kim jetzt ins Weiße Haus einladen.

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Donald Trump schreibt Geschichte: Als erster amtierender US-Präsident hat er nordkoreanischen Boden betreten. Trump reichte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un an der innerkoreanischen Grenze die Hand. Er wolle ihn "jetzt gleich ins Weiße Haus einladen", sagte Trump anschließend. Kim sagte, er hätte nicht erwartet, Trump jemals an der Grenze zu treffen.

Shakehands in der demilitarisierten Zone

Kim reichte Trump die Hand und der ging tatsächlich auf die nordkoreanische Seite. Anschließend kam Kim mit auf die südkoreanische und beide wechselten einige Worte. In Panmunjom war vor 66 Jahren das Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet worden. Formell befinden sich Nord- und Südkorea seitdem noch im Krieg. Trump hatte das Treffen angeblich mittels eines spontanen Tweets initiiert.

Kurz vor dem Treffen mit Kim hatten der US- und der südkoreanische Präsident von einem Beobachtungsposten aus einen Blick über die entmilitarisierte Zone geworfen und mit Soldaten gesprochen. Militärs erklärten ihnen die aktuelle Lage. Dort wies Trump Kritik zurück, er werte den nordkoreanischen Machthaber durch dieses erneute Treffen zu sehr auf. Wir machen einen Schritt in die richtige Richtung, sagte der US-Präsident.

Treffen zwischen Trump und Kim könnte "bedeutender Meilenstein" sein

Südkoreas Präsident Moon Jae In hatte im Vorfeld das Treffen von Trump und Kim begrüßt und als "bedeutenden Meilenstein bezeichnet. Seit dem gescheiterten Gipfeltreffen zwischen Trump und Kim Jong Un im Februar in Vietnam gibt es keine Fortschritte im Atomstreit mit Nordkorea. Beide Seiten konnten in der zentralen Frage der atomaren Abrüstung Pjöngjangs und Gegenleistungen der USA keine Einigung erzielen. Von ihrem ersten Gipfel in Singapur im Jahr 2018 waren hoffnungsvolle Signale ausgegangen. Kim hatte seine Bereitschaft zu einer "kompletten Denuklearisierung" bekräftigt. Doch gibt es bisher keine konkreten Zusagen, bis wann die kommunistische Führung in Pjöngjang ihr Atomwaffenarsenal abrüsten will.