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Trotz Wohnungsmangel: weniger Baugenehmigungen im 1. Halbjahr | BR24

© pa / dpa / Julian Stratenschulte

Baugerüst an einem Neubau

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Trotz Wohnungsmangel: weniger Baugenehmigungen im 1. Halbjahr

In Deutschland werden deutlich weniger neue Wohnungen gebaut als nach Ansicht von Experten gebraucht werden. Und die Zahl der Baugenehmigungen ist laut Statistischem Bundesamt im ersten Halbjahr 2019 um 2,3 Prozent zum Vorjahr zurückgegangen.

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Im Wohnungsbau gibt es immer weniger neue Projekte. Die Behörden haben bis Ende Juni einschließlich Aus- und Umbauten nur noch knapp 165.000 Genehmigungen erteilt. Für Neubauten waren es gut 142.000 und damit sogar 3,1 Prozent weniger als im Vorjahr.

Der Rückgang trifft vor allem Mehrfamilienhäuser, die dringend gebraucht werden, weil sie die meisten Wohnungen für mögliche Mieter bieten.

Zu wenig Bauland - zu viel Bürokratie

Immobilienverbände und die IG BAU machen vor allem den Mangel an Bauland für die Entwicklung verantwortlich. Sie fordern Städte und Gemeinden auf, mehr Grundstücke zur Verfügung zu stellen und das nicht nur zu Höchstpreisen.

Der Bundesverband deutscher Wohnungsunternehmen GdW fordert die Kommunen auf, ihren Baugrund nach dem besten Nutzungskonzept abzugeben. Die Bauindustrie kritisiert Verzögerungen bei der Bearbeitung von Bauanträgen. Verschärft wird die Situation dadurch, dass immer mehr geförderte Wohnungen aus der Sozialbindung herausfallen. Im vergangen Jahren gab es fast 43.000 Sozialwohnungen weniger, das ist ein Rückgang um 3,5 Prozent.