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Tropensturm "Barry" trifft auf Südküste der USA | BR24

© dpa-Bildfunk

Tropensturm "Barry" traf am Samstagnachmittag (Ortszeit) nahe der Stadt Intracoastal City westlich von New Orleans auf die Küste

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    Tropensturm "Barry" trifft auf Südküste der USA

    Der befürchtete Hurrikan ist es nicht mehr: "Barry" traf "nur" als Tropensturm auf die US-Küste. Experten warnen dennoch vor heftigen Auswirkungen in den kommenden Tagen, denn "Barry" bringt große Mengen Wasser mit.

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    Tropensturm "Barry" hat im Bundesstaat Louisiana die Südküste der USA erreicht. Er traf am Nachmittag Ortszeit nahe der Stadt Intracoastal City westlich von New Orleans auf die Küste, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami mitteilte.

    Mit Windgeschwindigkeiten von 115 Kilometern pro Stunde habe sich "Barry" wieder zu einem Tropensturm abgeschwächt, erklärten die Meteorologen. Auf dem Weg an die US-Küste hatte er zuvor kurzzeitig die Stärke eines Hurrikans der untersten Kategorie eins erreicht.

    Die Ankunft des Sturms an Land schien sich damit zunächst glimpflicher zu gestalten als befürchtet. Die Gefahr ist nach Angaben der Behörden jedoch noch nicht gebannt. Sie warnten vor heftigen Regenfällen und möglichen Tornados. New Orleans' Bürgermeisterin LaToya Cantrell mahnte die Bewohner der Stadt zu Wachsamkeit: "Wir sind in keiner Weise über den Berg." Heute könne es immer noch zu Sturmfluten kommen.

    Starker Regen und Überschwemmungen befürchtet

    Meteorologen erwarten in den kommenden Tagen große Regenmengen und Sturmfluten in der Region. Der Leiter des Nationalen Hurrikan-Zentrums, Ken Graham, sagte, "Barry" habe auf dem Weg über das Meer viel Wasser angesammelt.

    Der Sturm bewegte sich zuletzt nur mit einem Tempo von etwa neun Kilometern pro Stunde vorwärts. Seine Ankunft an Land hatte sich damit etwas länger hinausgezögert als ursprünglich erwartet.

    Graham warnte vor starkem Regen und Überschwemmungen. Er rief die Bürger in der betroffenen Region auf, sich von den Straßen fernzuhalten. "Das ist einfach zu gefährlich." Nach andauerndem Regen war es in Teilen von New Orleans bereits in den vergangenen Tagen zu Überschwemmungen gekommen.

    Windgeschwindigkeiten von 85 Stundenkilometern

    Der Gouverneur von Louisiana, John Bel Edwards, warnte, der Sturm könne sich bis Sonntag wieder verstärken. "Dies ist nur der Anfang", sagte er. Für einige Bereiche New Orleans und Teile des Nachbarstaates Mississippi wurden Tornado-Warnungen ausgegeben.

    In der Gemeinde Terrebonne Parish im Süden von New Orleans musste nach der Ankunft von "Barry" die Küstenwache anrücken, um ein Dutzend Menschen aus überfluteten Gegenden zu retten. Einige Betroffene seien auf Hausdächer geflohen, sagte eine Behördensprecherin. Ein Damm in Terrebonne Parish wurde zudem überflutet.

    Um 22 Uhr Ortszeit erreichte der Sturm nach Angaben des US-Hurrikan-Zentrums (NHC) Windgeschwindigkeiten von 85 Stundenkilometern und befand sich südwestlich der Stadt Alexandria. "Barry ist immer noch ein sehr gefährlicher Sturm, dessen Auswirkungen im Laufe des Sonntags zunehmen werden", teilte die nationale Wetterbehörde im Onlinedienst Twitter mit.

    Gefährdete Gebiete vorbereitet

    Für mehrere gefährdete Bereiche von New Orleans waren vorab Zwangsevakuierungen angeordnet worden. Bewohner des Gebiets außerhalb des Überschwemmungsschutzgürtels der Stadt wurden gebeten, das Gebiet freiwillig zu verlassen. Küstenwache, Feuerwehren und andere Rettungsdienste hatten sich frühzeitig für die Ankunft des Sturms bereit gemacht.

    Die Nationalgarde von Louisiana aktivierte rund 3.000 Reservisten, die sich mit Helikoptern sowie Booten und anderen Wasserfahrzeugen an verschiedenen Punkten positionierten. US-Präsident Donald Trump hatte die Menschen in Louisiana vorab aufgerufen, Anweisungen der Katastrophenschutzbehörde und der lokalen Behörden zu befolgen. Für den Bundesstaat wurde ein Notstand ausgerufen. Damit können leichter Bundesmittel und Hilfe aus Washington fließen.