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Transparenz bei Endlagersuche oberstes Gebot

In spätestens 14 Jahren soll feststehen, an welchem Ort der Bundesrepublik das Endlager für hochradioaktiven Müll gebaut wird. Entgegen anders lautender Erklärungen sind dabei auch Standorte in Bayern nach wie vor nicht ausgeschlossen.

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Wolfram König, der Leiter des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit und langjähriger Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, lobt dabei das im März von den Parteien der Regierungskoalition und den Grünen beschlossene neue Endlager-Gesetz. Demnach sucht ein Unternehmen des Bundes nach festgelegten Kriterien, unabhängig von politischen Interessen den sichersten Standort für die 27.000 Kubikmeter hochradioaktiven Mülls, den das Atomzeitalter in der Bundesrepublik hinterlassen hat und noch weiter hinterlassen wird. Laut König zeichnet sich dieses Verfahren durch absolute Transparenz aus. Das habe man aus der Entscheidung für das lange Zeit geplante Endlager in Gorleben gelernt. Diese sei nämlich für niemanden nachvollziehbar gewesen, so König.

Auch für künftige Generationen sicher

Ziel sei es, die hochgiftigen und hochradioaktiven Stoffe dauerhaft von der Umwelt fern zu halten und zwar so, dass sie auch von künftigen Generationen nicht zufällig angebohrt werden können. Dafür kämen nur sogenannte Wirtsgesteine wie Ton, Salz oder Granit in sehr tiefen geologischen Schichten in Frage.

Überlegungen, die bestehenden Zwischenlager an den Kraftwerksstandorten weiter auszubauen, erteilte König eine klare Absage. Auch angesichts der weltweit wachsenden terroristischen Bedrohung sei es wichtig, den Atommüll tief unter der Erde sicher zu lagern.

Fertigstellung nicht vor 2050

Nach den Plänen des Bundesamtes soll der Standort für das Endlager 2031 gefunden und vom Bundestag beschlossen sein. Mit einer Fertigstellung des Endlagers rechnet König nicht vor 2050.