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Transitstreit in Österreich: Gebremster Ferienstart | BR24

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Die österreichische Polizei will von 13. Juli bis 18. August auch in Salzburg auf einer Autobahnlänge von rund 100 Kilometern den Verkehr kontrollieren. Entlang der Tauernautobahn A10 zwischen Puch bis St. Michael darf nicht mehr abgefahren werden.

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Transitstreit in Österreich: Gebremster Ferienstart

Ab diesem Wochenende gilt auch im Bundesland Salzburg: Urlauber dürfen nicht mehr Staus umfahren, indem sie von Autobahnen abfahren. Das ist auch für die Polizei eine Herausforderung.

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Ab diesem Wochenende gilt es nicht nur auf der Inntal- und Brennerautobahn: Mit dem Abfahren von der Autobahn bei Staus ist auch im österreichischen Bundesland Salzburg Schluss. Die Landesregierung von Salzburg hat für die kommenden Ferienwochenenden bis Mitte August Verbote angekündigt. Allerdings in einem deutlich größeren Ausmaß - auf einer Autobahnlänge von rund 100 Kilometern. So darf entlang der Tauernautobahn A 10 zwischen Puch südlich von Salzburg bis Sankt Michael im Lungau nicht mehr abgefahren werden. Es sei denn, die Urlaubsorte befinden sich in der Region.

Kein Gesprächsbedarf

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will zwar den Streit in persönlichen Gesprächen mit österreichischen Politikern entschärfen. Nach Angaben seines Ministeriums lud er den Tiroler Landeshauptmann Günther Platter sowie den österreichischen Verkehrsminister Andreas Reichhardt nach Berlin ein.

Die Landesregierungen von Tirol und Salzburg sehen Gesprächsbedarf - wenn es nicht um die Rücknahme der temporären Fahrverbote geht. Sicherlich könne man sich mit Scheuer zusammensetzen, aber eher in Kufstein oder Kiefersfelden, wo die Probleme seien, sagte Platter im ORF. Er werde nicht zur Verfügung stehen, wenn über Lkw-Blockabfertigungen oder Pkw-Fahrverbote diskutiert werde, sagte er. "Die bleiben. Ich diskutiere nur dann, wenn inhaltlich tatsächlich etwas weitergeht."

Für die Polizei bedeute die Sperrung mehr Arbeit. Tirols Landespolizei ist personell durch die bisherigen Absperrungen entlang der Abfahrten im Bezirk Reutte, Kufstein und um Innsbruck bereits durch die Einsätze an den vergangenen Wochenenden stark belastet worden.

Mehr Kontrollen

Jetzt plant die Landesregierung, private Straßenverkehrskräfte bei den Kontrollen an den Abfahrten einzusetzen. "Im Prinzip braucht man da einen größeren Kräfteeinsatz", sagt Egon Lorenz von der Bezirkspolizei Reutte dem ORF: Die Landesregierung sei dabei, die Straßenaufsichtsorgane mit diesen Kontrollen in Zukunft zu betrauen, "damit eben die Polizei wieder ihren originären Aufgaben nachgehen kann."

Während sich viele Anwohner positiv äußern, werden die nächsten Ferienwochen für die Tankstellenbetreiber und Gaststättenbesitzer entlang der abgesperrten Abfahrtsrouten alles andere als angenehm: Es dürfte zu erheblichen Einbußen kommen, wenn die Touristenströme nicht mehr durch ihre Ortschaften fahren können.

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Nach Tirol hat jetzt auch Salzburg die Nebenstrecken für den Transitverkehr gesperrt. Bisher läuft der Verkehr auf der Tauernautobahn normal. Die österreichische Polizei kontrolliert nur, sobald ein Stau entsteht.