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Tourismus in Kroatien: Warten auf die Deutschen | BR24

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Kroatien wartet auf Touristen

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Tourismus in Kroatien: Warten auf die Deutschen

Poliert, desinfiziert, Tische auseinandergerückt - Kroatien ist bereit für Gäste. Die Corona-Zahlen im Land sind niedrig - und so sind inzwischen auch wieder Touristen aus dem Ausland willkommen.

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Bedächtig schwappt das Wasser an die Promenadenmauer, die malerische Straße davor liegt nahezu verlassen da. Mit Ausnahme von einigen Anwohnern ist niemand zu sehen. Vor dem Hotel "Marina" in Crikvenica stehen schon die Strohsonnenschirme parat. Drinnen ist alles vorbereitet: Desinfektionsmittel vor der Rezeption, die Tische im Speisesaal auseinandergerückt, der Kellner trägt eine Mund-Nasen-Maske. Am Montag dieser Woche hat das Vier-Sterne Hotel aufgemacht, als eines der ersten entlang der Küste vor der Insel Krk.

Vergleichsweise wenige Infektionen

"Wir waren sehr glücklich, weil jeder ein wenig verwirrt war, über die Vorschriften, wie alles aussehen sollte", sagt Kristina Mlinor. Für sie und ihre Hotelkollegen beendete die Entscheidung der kroatischen Regierung am vergangenen Wochenende das lange Warten. Angesichts der vergleichsweise niedrigen Infektionszahlen wurden zahlreiche strikte Schutzmaßnahmen aufgehoben. Derzeit gibt es weniger als 400 aktive Infizierte, weniger als 100 Menschen verstarben an Covid-19 in den Wochen seit Ausbruch der Pandemie in Kroatien.

"Corona ist ein wenig zurückgegangen und in Kroatien hatten wir großes Glück, weil wir nicht viele Menschen haben, die mit dem Corona-Virus infiziert sind", sagt Mlinor. Das sei sehr gut für den Tourismus in Kroatien. "Nach der Entscheidung der Regierung fragten wir uns alle, wie sollen wir das umsetzen und wann werden die Grenzen geöffnet?"

Grenzen offen für EU-Bürger

Für Kroatiens Wirtschaft ist der Tourismus von zentraler Bedeutung - und damit die Frage der Grenzöffnungen in der EU. Letztes Jahr besuchten knapp 20 Millionen Touristen das Land, gaben dabei zwölf Milliarden Euro aus. So bemüht sich die Regierung von Ministerpräsident Andrej Plenkovic darum, alle Hindernisse, die das Reisen erschweren, so schnell wie möglich aufzuheben. Seit Anfang der Woche sind die Grenzen für EU-Staatsbürger offen, die eine Hotelbestätigung nachweisen können, ebenso für Geschäftsleute, sofern sie den beruflichen Grund ihrer Einreise belegen können.

50 Prozent aus Deutschland und Österreich

Wie die Saison im nördlichen Landesteil Kroatiens unter diesen Umständen noch verlaufen wird? Der Lokaljournalist Anto Ravlic aus Crikvenica sagt: "Wir erwarten zwischen 30 bis 40 Prozent einer normalen Saison und damit wären wir schon zufrieden. Deutsche und Österreicher stellen hier bei uns 50 Prozent der Touristen."

Essen mit Abstand

In der Küche des Restaurants "Burin" in Crikvenica blinken die Pfannen und Töpfe. Alles ist fertig, denn morgen Nachmittag wird aufgesperrt, zum ersten Mal seit bald zwei Monaten. Auf der sonnigen Außenterrasse stehen nur noch drei von vormals acht Tischen. Anders, so sagt Besitzer Ratko Katunar, ließen sich die Sicherheitsabstände nicht einhalten. Womit er für die restliche Saison rechnet? Das hänge alles von den Grenzen ab. Katunar: "Wenn es 50 Prozent vom vorherigen Jahr werden, dann ist es super. Die wichtigste Sache ist, dass die Grenze geöffnet ist. So viele Österreicher, Deutsche haben Häuser bei uns gekauft. Erst kommen diese Leute und dann geht es langsam los."

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