| BR24

 
 

Bild

Blaulicht auf US-Polizeifahrzeug
© pa/dpa/ZEUS/Archive New Herald
© pa/dpa/ZEUS/Archive New Herald

Blaulicht auf US-Polizeifahrzeug

Klarer Fall von "Fake News": Ein Hund namens Donald Trump wurde entgegen anderslautender Behauptungen im Internet nicht aus politischen Motiven getötet. Dies hat ein Sheriff im Jackson County im US-Staat Minnesota nun klargestellt.

Hund "Donald Trump" gehörte Anhänger des US-Präsidenten

Die Person, die Donald Trump - den Hund - am vergangenen Sonntag erschoss, habe auf einem privaten Grundstück "legal ihr Vieh beschützen" wollen. Der ungewöhnliche Name des Haustiers kam allerdings nicht von ungefähr: Herrchen Randal Thom ist eingefleischter Anhänger des US-Präsidenten und war dank reger Teilnahme an dessen Kundgebungen schon Protagonist in Dutzenden Nachrichtenbeiträgen.

Nachbar erschoss Hund nicht aus politischen Gründen

Da schien es für einige Nutzer von sozialen Medien auf der Hand zu liegen, dass ein mutmaßlich den Demokraten zuneigender Nachbar den Hund mit voller Absicht erschossen habe.

Diese Gerüchte entkräftete das Sheriffbüro nun. Auf den Seiten von sozialen Medien seien die Fakten verdreht worden. Tatsächlich hätten Thoms Nachbarn schon 14 Beschwerden eingereicht, weil dessen Hund frei herumgelaufen sei, Tiere gerissen und eine Person attackiert habe, teilte der Sheriff mit. Aus Akten eines Gerichts in Minnesota geht außerdem hervor, dass das Herrchen im Jahr 2015 wegen "frei herumstreunenden Hunden und Katzen" eines geringfügigen Vergehens für schuldig befunden wurde.

Fake News um Hund "Donald Trump" erhitzt die Gemüter

Die Falschnachrichten über das Schicksal von Donald Trump, dem Hund, erhitzen längst die Gemüter. "Unglücklicherweise posten Leute nun etliche Gewaltandrohungen gegen Bürger in der Gegend" - und beriefen sich dabei auf die unzutreffenden Posts in sozialen Medien, hieß es aus dem Sheriffbüro. Jackson County liegt rund 257 Kilometer südlich von Minneapolis.