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Gewaltsame Proteste werden zum Wahlkampfthema

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Toter Demonstrant: Trump macht Proteste zum Wahlkampfthema

Trump plant, nach Kenosha im US-Staat Wisconsin zu reisen. Dort hatte es nach Schüssen eines Polizisten auf einen Schwarzen nächtelang gewalttätige Proteste gegeben. Und auch in Portland eskalierte die Gewalt erneut.

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Wieder gab es Schüsse bei Protesten, wieder ist ein Mann erschossen worden. Diesmal in Portland im US-Bundesstaat Oregon, wo es seit Wochen brodelt. Wer auf wen geschossen hat, ist noch nicht klar. Videoaufnahmen zeigen nächtliche gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Trump-Anhängern und Anti-Rassismus Demonstranten. Präsident Trump reagierte mit einer Twitter-Tirade: beschimpfte den Bürgermeister von Portland, Ted Wheeler als "verrückten Linksradikalen" und forderte wiederholt hartes Durchgreifen.

Recht und Ordnung ist zu Trumps Thema geworden. Wohl auch deswegen, plant er morgen nach Kenosha zu fliegen. Dort hatte es nach Schüssen eines Polizisten auf einen Schwarzen nächtelang gewalttätige Proteste gegeben.

Trump ist in Kenosha nicht willkommen

"Wenn der Präsident nach Kenosha fährt, ist das als würde er die Air Force One in einen Tanklaster verwandeln und mit Gas das Feuer anfachen", sagte Cornell William Brooks, früherer Direktor der schwarzen Bürgerrechtsorganisation NAACP auf CNN. Der Präsident werde eine schlimme Situation nur schlimmer machen.

Auch in Kenosha kommen die Pläne von Donald Trump nicht gut an. Sowohl der Gouverneur von Wisconsin als auch sein Vize, Mandela Barnes halten einen Präsidenten-Besuch in ihrem Bundesstaat für keine gute Idee. "Wir brauchen das absolut nicht. Wir hatten gestern eine wunderbare Feier. Menschen aus allen Lagern kamen nach Kenosha und marschierten friedlich durch die Straßen", sagte Barns auf CNN.

"Law and Order" als Wahlkampfthema

Trump, der in den Umfragen deutlich aufholt, will vor Ort unter anderem die Schäden in Augenschein nehmen, die die Demonstranten verursacht haben. Sein Versprechen von "Law and Order" entwickelt sich unterdessen zur zentralen Wahlkampf-Message. Verantwortlich für die Krawalle seien die Demokraten, sagte er unlängst in einer seiner Reden. Die Vorfälle seien ein "Vorgeschmack auf Bidens Amerika".

Mark Meadows, Stabschef im Weißen Haus, steht voll und ganz hinter Trump. Bei NBC erklärte er: Der größte Teil von Trumps Amerika sei friedlich. "Die Stadt, um die es geht, ist das demokratisch regierte Portland, das erst gestern wieder Hilfe von der US-Regierung verweigerte", so Meadows .

Die Demokraten reagierten prompt. Präsidentschaftskandidat Joe Biden warf Trump vor, er würde die Krawalle anfachen, um politisch davon zu profitieren. Auch Val Demmings, Kongressabgeordnete aus Florida sagte bei CBS-Deeskalation sei jetzt das Gebot der Stunde: "Wäre es nicht schön, wenn der Präsident der Vereinigten Staaten sich öffentlich für Ruhe und Frieden aussprechen würde?"

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