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Nach einer Gasexplosion in Paris
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Sammy Khamis
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Nach einer Gasexplosion in Paris

Nach der Explosion in einer Bäckerei am Samstagmorgen sprach der französische Innenminister Christophe Castaner zunächst von insgesamt zwei Toten, beide seien Feuerwehrmänner. Am Abend erlag nach Angaben der Behörden eine spanische Touristin ihren schweren Verletzungen. Am Sonntag wurde in den Trümmern ein weiteres Todesopfer gefunden. Bis zum Abend wurde die Zahl der Verletzten auf knapp 50 Personen nach oben korrigiert. Zehn von ihnen befanden sich nach Behördenangaben vom Sonntag in einem kritischen Zustand.

Gegen neuen Uhr am Morgen ist es im neunten Arrondissement in der Pariser Innenstadt zu einer schweren Explosion gekommen. Das teilte die Polizei auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Ursprünglich sei die Feuerwehr wegen des Austretens von Gas zu der Bäckerei gerufen worden, sagte eine Polizeisprecherin. Dann ereignete sich die Explosion, so ein Sprecher der Pariser Feuerwehr.

Die Schäden der Explosion zeigen sich im gesamten Straßenzug. Fensterscheiben in der Rue de Trévise in direkter Nähe zur Pariser Oper gingen zu Bruch. Aus der Bäckerei schlug hoher Rauch, mehrere Autos, die auf der Straße abgestellt waren, wurden komplett zerstört.

Der französische Innenminister Christophe Castaner besuchte noch am Morgen den Unglücksort und schrieb auf Twitter: "Die Bilanz sieht schwer aus."

Großdemonstration in Paris

Auch am heutigen Samstag wird es wieder zu einer erneuten Großdemonstration der Gelbwesten-Bewegung kommen. Dafür stehen 5.000 Einsatzkräfte in Paris bereit. In den vergangenen Wochen kam es bei den Protesten wiederholt zu Gewalt.

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Explosion in Paris mit mehreren Verletzten

Explosion in Paris mit mehreren Verletzten

Explosion in Pariser Bäckerei

Explosion in Pariser Bäckerei

Feuerwehrmann im Einsatz kurz nach Explosion in Paris

Feuerwehrmann im Einsatz kurz nach Explosion in Paris

Erste Festnahmen bei Gelbwesten-Protest

Bis zum Abend nahmen französische Sicherheitskräfte mehr als 100 Personen im Zusammenhang mit den Protesten der sogenannten Gelbwesten fest. Laut Informationen der Deutschen Presseagentur hatten die festgenommenen Demonstranten zum Teil Waffen getragen oder sich einer Gruppe angeschlossen, die möglicherweise Gewalttaten begehen werde. Im ganzen Land sind 80 000 Sicherheitskräfte im Einsatz.

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B5 Nachrichten vom 12.01.2019 - 10:30 Uhr