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Zahl der Toten nach Erdbeben in der Türkei gestiegen | BR24

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Nach dem schweren Erdbeben im Osten der Türkei ist die Zahl der Opfer weiter gestiegen: Es gibt mehr als 1.600 Verletzte. Hunderte Nachbeben bedrohen die einsturzgefährdeten Häuser.

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Zahl der Toten nach Erdbeben in der Türkei gestiegen

Nach dem schweren Erdbeben im Osten der Türkei ist die Zahl der Opfer weiter gestiegen: Die Behörden sprechen nun von mindestens 35 Toten. Aber: Retter konnten auch Verschüttete bergen. Dem schweren Beben am Freitag waren hunderte Nachbeben gefolgt.

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Nach dem starken Erdbeben im Osten der Türkei steigen die Opferzahlen weiter: Nach neuen offiziellen Angaben wurden mindestens 35 Menschen getötet und mehr als 1.600 Personen verletzt. Vermutlich gehen die Zahlen bald noch weiter nach oben. Denn noch immer sollen mehr als 19 Menschen unter eingestürzten Gebäuden verschüttet sein. 43 Verschüttete konnten den Angaben zufolge gerettet werden.

Hunderte Helfer in der Krisenregion

Die Katastrophenschutzbehörde schickte Hunderte Helfer sowie Zelte, Betten und Decken in die Region. Das Verteidigungsministerium richtete Krisenstellen ein, um Such- und Rettungsmissionen zu unterstützen.

Erschütterungen in 200 Kilometer Entfernung

Innenminister Süleyman Soylu sagte am Sonntag, es würden noch sechs Menschen unter den Trümmern vermutet. Auf Bildern waren Rettungskräfte zu sehen, die schweigend auf den Überresten eines Hauses arbeiteten und Schutt beiseite räumten. Die Helfer forderten die Wartenden nach Angaben des Senders CNN Türk immer wieder zur Stille auf, um die Stimmen von möglichen Überlebenden hören zu können. Spürhunde wurden eingesetzt.

Das Beben am Freitag hatte laut Katastrophenschutzbehörde die Stärke 6,8. Es erschütterte nicht nur die Türkei, sondern auch Gebiete in Syrien, Georgien und Armenien. Das Zentrum lag in der Kleinstadt Sivrice in der Provinz Elazig. Aufnahmen von Überwachungskameras zeigen, wie die Menschen in Panik Supermärkte und Lokale verlassen.

In der Türkei kommt es immer wieder zu schweren Erdbeben, da das Land auf mehreren seismischen Platten liegt. Eines der schlimmsten Beben war das der Stärke 7,6 im Jahr 1999. Das Epizentrum lag damals in Gölcük südöstlich von Istanbul. Es gab Zehntausende Verletzte und Tote.

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Am Freitagabend hat ein schweres Erdbeben die Provinz Elazig im Osten der Türkei erschüttert. Unter den Trümmern eingestürzter Häuser werden noch rund 30 Menschen vermutet. Ihre Rettung ist ein Wettlauf gegen die Zeit.