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Tödlicher Ansturm auf Mount Everest | BR24

© dpa-Bildfunk/ Tashi Sherpa

Mehrere Tote bei Ansturm auf Mount Everest

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Tödlicher Ansturm auf Mount Everest

Die Anziehungskraft des Mount Everest auf Bergsteiger aus der ganzen Welt fordert seinen Tribut. Mit dem heutigen Tag sind in dieser Saison schon zehn Alpinisten am höchsten Berg der Welt ums Leben gekommen.

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Die Klettersaison am Mount Everest fordert in diesem Jahr besonders viele Todesopfer. Binnen einer Woche sind insgesamt zehn Menschen auf dem höchsten Berg der Welt zu Tode gekommen, wie die nepalesischen Behörden lokalen Medien bestätigten. Bislang war das Jahr 1996 das tödlichste Jahr auf dem höchsten Berg der Welt. Während der Saison starben damals insgesamt fünfzehn Bergsteiger.

Hunderte Meter lange Schlange unter Gipfel

Im vergangenen Jahr waren in der gesamten Saison fünf Bergsteiger gestorben. Den Hauptgrund für die hohe Zahl an Verunglückten sehen erfahrene Bergsteiger darin, dass immer mehr ungeübte Kletterer versuchen, den Mount Everest zu bezwingen.

Am Mittwoch gab es einen regelrechten Stau am Gipfel des Berges. Ein Extrembergsteiger, der innerhalb der siebenmonatigen Klettersaison vierzehn 8.000er-Berge besteigen möchte, hatte ein Foto davon auf seinen Social Media-Accounts veröffentlicht. Darauf war eine hunderte Meter lange Menschenschlange direkt unter dem Gipfel zu sehen.

Todesursache: Erschöpfung

Mitunter warteten Kletterer über Stunden bei Eiseskälte und sauerstoffarmer Luft, um auf den Gipfel zu gelangen. Nach übereinstimmenden Medienberichten sind mehrere Menschen im Anschluss an Erschöpfung gestorben.

Regulierung wohl nicht möglich

Die nepalesischen Behörden erklärten den Ansturm auf den Mount Everest mit den kurzen Schönwetter-Phasen, in denen der Aufstieg überhaupt möglich sei. Um die Zahl der Bergsteiger zu regulieren, fehle eine gesetzliche Grundlage.

Tausende Besteigungen - hunderte Tote

Seit 1953 schafften es bereits mehrere tausend Menschen auf den Gipfel des Bergs. Mehr als 300 sollen bei Bergtouren auf dem Mount Everest seither ihr Leben verloren haben. Für die Genehmigung zum Aufstieg zahlen ausländische Bergsteiger umgerechnet rund 9.000 Euro. Der Himalaya-Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für Nepal. In diesem Jahr wurden 375 Genehmigungen erteilt - ähnlich viele wie in vergangenen Jahren.