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"Almen sind kein Streichelzoo": Österreichs Regeln für Wanderer
© dpa/pa/Roland Muehlanger
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"Almen sind kein Streichelzoo": Österreichs Regeln für Wanderer

Mit zehn Regeln für Wanderer, die auf Almen mit Weidebetrieb unterwegs sind, reagiert Österreich auf eine tödliche Kuh-Attacke. "Kühe sind grundsätzlich keine gefährlichen Tiere, aber Almen sind kein Streichelzoo", sagte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) am Dienstag in Wien.

Hunde in den Bergen an die Leine

Zu den zehn aufgestellten Regeln gehört das Anleinen von Hunden oder - im Fall einer Kuh-Attacke - deren sofortiges Loslassen, das deutliche Umgehen einer Herde sowie der einzuhaltende Abstand besonders zu Kälbern. Außerdem wird vor Schreien, Pfeifen und hektischen Bewegungen gewarnt, die die Tiere nervös machen könnten.

Amerikanische Verhältnisse auf Österreichs Almen?

Die Regeln zielten auch auf die Eigenverantwortung der Wanderer ab, damit bei einem Zwischenfall nicht sofort der Landwirt rechtlich belangt werden könne. "Wir wollen keine amerikanischen Verhältnisse auf österreichischen Almen", sagte Köstinger mit Blick auf in den USA verbreitete Schadensersatzforderungen, selbst bei geringen Verletzungen.

270.000 Stück Vieh auf Österreichs Bergen

In Österreich stehen nach Angaben der Landwirtschaftskammer rund 270.000 Stück Vieh auf den knapp 8.000 Almen. Viele Wanderwege kreuzen die Areale. Ein Urteil des Landgerichts Innsbruck hatte unter den Alm-Bauern für große Verunsicherung gesorgt.

Kuh hatte Wanderin zu Tode getrampelt

Das Gericht hatte vor einigen Wochen den Hinterbliebenen einer deutschen Wanderin hohen Schadenersatz zugesprochen. Die Frau, die einen Hund dabei hatte, war 2014 von Kühen zu Tode getrampelt worden. Mutterkühe verteidigen mitunter ihre Kälber gegen Hunde.

Verhaltenskodex für Wanderer auch in Bayern?

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