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Tod von Jeffrey Epstein: Gefängniswärter unter Verdacht | BR24

© dpa

New York, Bundesgefängnis "Metropolitan Correctional Center", in dem Jeffrey Epstein tot aufgefunden wurde

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    Tod von Jeffrey Epstein: Gefängniswärter unter Verdacht

    Zur Aufarbeitung des Todes von US-Milliardär Jeffrey Epstein in einem New Yorker Gefängnis wurden Kameraaufzeichnungen ausgewertet. Diese zeigen, dass die Gefängniswärter in der Nacht, in der Epstein starb, mehrere Kontrollgänge versäumt hatten.

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    Die mit der Aufsicht über US-Milliardär Jeffrey Epstein beauftragten Gefängniswärter werden nach Angaben aus Ermittlerkreisen verdächtigt, Unterlagen über die Kontrollgänge gefälscht zu haben. Videos von Überwachungskameras zeigen der anonymen Quelle zufolge, dass die Wärter keinen der in den Dokumenten verzeichneten Kontrollgänge durchgeführt haben.

    Gefängniswärter hätten alle 30 Minuten nach Epstein sehen müssen

    Laut den Richtlinien hätten die Wärter alle 30 Minuten nach Epstein sehen müssen, was Ermittlern zufolge aber in der Nacht von Epsteins Tod während mehrerer Stunden nicht geschehen war. Beide Wärter wurden beurlaubt, teilte das Justizministerium am Dienstag mit, der Direktor wurde vorübergehend versetzt. Zuvor war bekannt geworden, dass in dem Gefängnis offenbar extreme Überstunden wegen Personalmangels geleistet wurden.

    FBI und Justizministerium untersuchen den Tod von Jeffrey Epstein

    Sowohl das FBI als auch das Justizministerium untersuchen Epsteins Tod. Der US-Milliardär war am Samstag in seiner Gefängniszelle tot aufgefunden worden. Das Gefängnis geht von Suizid aus. Epstein wurden sexueller Missbrauch Minderjähriger sowie Zwangsprostitution vorgeworfen. Er wartete im Gefängnis auf den Prozessbeginn.

    Leiter des Gefängnisses wurde versetzt

    Der Leiter des Gefängnisses wurde vorübergehend versetzt, die Leitung wurde kommissarisch von dem Direktor einer anderen Einrichtung übernommen. Derartige Maßnahmen sind laut Eric Young, dem Präsidenten einer Gewerkschaft für Mitarbeiter von Justizvollzugsanstalten, normal. Sie würden durchgeführt, "um die Integrität von Ermittlungen zu schützen, bis formell gehandelt wird, sollte das gerechtfertigt sein."

    Epstein war als suizidgefährdet eingestuft worden

    Die Verwaltung der Bundesgefängnisse sandte eine Gruppe von Psychologen zum dem New Yorker Gefängnis, um die Umstände von Epsteins Tod zu erforschen. Epstein war Ende Juli zunächst als suizidgefährdet eingestuft und deshalb unter besondere Beobachtung gestellt worden. Diese Maßnahme lief jedoch nach nur wenigen Tagen aus.

    Hinweis:

    Der Bayerische Rundfunk berichtet - vor allem wegen möglicher Nachahmer-Effekte - in der Regel nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer die zuständige Redaktion sieht es durch die Umstände der Tat geboten. Sollten Sie selbst Hilfe benötigen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Beratung erhalten Sie unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1110111 oder 0800-1110222. Weitere Hilfsangebote gibt es bei der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.