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Tirol zufrieden mit Fahrverboten, weitere in Planung | BR24

© BR Wien / Srdjan Govedarica

Die Wochenend-Fahrverbote in Tirol während der Ferienzeit haben laut Tirols Landeschef Platter für eine "massive Entlastung" der Bevölkerung gesorgt. An den für die Wintersaison geplanten Abfahrverboten für Österreich-Durchreisende hält er fest.

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Tirol zufrieden mit Fahrverboten, weitere in Planung

Die Wochenend-Fahrverbote in Tirol während der Ferienzeit haben laut Tirols Landeschef Platter für eine "massive Entlastung" der Bevölkerung gesorgt. An den für die Wintersaison geplanten Abfahrverboten für Österreich-Durchreisende hält er fest.

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Die Fahrverbote in Tirol sind am Sonntag um 19 Uhr zunächst zu Ende gegangen. Rund 27.000 Fahrer haben seit Mitte Juni versucht, dem Stau auf der Autobahn durch Abfahren auszuweichen. Sie alle wurden von der Polizei oder von privaten Sicherheitsdiensten wieder auf die Autobahn zurückgeschickt, teilte das Land Tirol in einer schriftlichen Bilanz mit.

27.000 Fahrzeuge zurück auf die Autobahn geschickt

150 Fahrzeuglenker bekamen einen Bußgeldbescheid. Die meisten Zurückweisungen habe es im Juni gegeben, zu Beginn der Aktion. Insgesamt gab es an Samstagen mehr Zurückweisungen als an Sonntagen. Im Bezirk Reutte wurden mit 16.400 Fahrzeugen die meisten Verkehrsteilnehmer zurückgeschickt - im Schnitt waren das dort etwa 1.500 Fahrzeuge pro Wochenende; im Bezirk Kufstein waren es insgesamt ca. 2.600 und im Raum Innsbruck rund 8.000 Fahrzeuge.

Platter: Massive Entlastung für die Bevölkerung

"Dass wir die Fahrverbote eingeführt haben, war eine absolut richtige Entscheidung", bilanzierte Tirols Landeshauptmann Günther Platter. Das habe eine massive Entlastung für die Bevölkerung gebracht. Trotz Hauptreisezeit sei es gelungen, die Verkehrs- und Versorgungssicherheit in den betroffenen Gemeinden zu erhalten, so Platter. Ohne die Fahrverbote wäre es vielerorts zu Überlastungen gekommen.

Die Landespolizeidirektion habe bestätigt, dass es rund um Kufstein bzw. Ebbs/Niederndorf weniger Stau gegeben habe. Im Raum Kufstein waren in diesem Sommer zudem fünf Dosier-Ampelanlagen aufgestellt, die bei Bedarf Rot zeigten.

Transit-Reisende sollen auf Autobahnen bleiben

Seit dem 20. Juni galten im Großraum Innsbruck und in den Bezirken Reutte sowie Kufstein am Wochenende Fahrverbote auf insgesamt 16 Teilstrecken. Ziel war es, dass die Reisenden nur die Autobahnen und keine Ausweichrouten nutzen und damit die Umgehungsstraßen verstopfen.

Die Entscheidung führte zu heftiger Kritik aus Deutschland, vor allem aus Bayern. Das Land Tirol will mit verschiedenen Maßnahmen auch weiterhin dafür sorgen, dass der Transitverkehr über den Brenner eingeschränkt wird.

Fahrverbote im Winter werden kommen

Für den Winter sind weitere Fahrverbote bereits beschlossene Sache. Daran führe kein Weg vorbei, so der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter. "Gerade im Winter sind aufgrund von Witterung und anderen Vorkommnissen gepaart mit einem hohen Verkehrsaufkommen erneut Engpässe und Staus im niederrangigen Straßennetz zu erwarten", sagte Platter. "Uns geht es darum, für Einheimische und Gäste gleichermaßen die Verkehrs- und Versorgungssicherheit zu gewährleisten."

Wann und wo genau die Fahrverbote im Winter gelten werden, werde zurzeit geprüft, so die Tiroler Landesregierung.