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Tirol will Fahrverbote auf die Skisaison ausweiten | BR24

© dpa-Bildfunk

Österreich, Innsbruck: Ein Polizist hält Autos auf einer Straße an.

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    Tirol will Fahrverbote auf die Skisaison ausweiten

    Seit Ende Juni sind an Wochenenden zahlreiche Landstraßen in Tirol für den Urlaubsverkehr gesperrt. Die umstrittenen Fahrverbote sollen auch im Winter gelten, wie Landeshauptmann Platter jetzt bekanntgab. Man wolle einen Verkehrskollaps verhindern.

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    Das österreichische Bundesland Tirol will die Fahrverbote auf Landstraßen auf den Winter ausweiten. Das gab der Tiroler Landeschef, Günther Platter, am Dienstag in Meran bekannt.

    Wenn Reiseverkehr und Güterverkehr auf Skitourismus und Schnee treffen, seien die Risiken für einen Verkehrskollaps in den betroffenen Gemeinde enorm, warnte der Politiker von der konservativen ÖVP nach der Regierungsklausur in Meran. "Dem greifen wir nun vor", sagte Platter.

    Fahrverbote seit Ende Juni in Kraft

    Seit Ende Juni gelten im Großraum Innsbruck und in den Bezirken Reutte sowie Kufstein an Wochenenden Fahrverbote. Ziel ist es, dass die Reisenden nur die Autobahn und keine Ausweichrouten nutzen.

    Die Entscheidung führte zu heftiger Kritik aus Deutschland. Tirol pocht auf weitere Schritte wie eine Korridormaut von München bis Verona, um den Lkw-Verkehr über den stark belasteten Brenner zu drosseln.

    Bisherige Regelung gilt bis Mitte September

    Die derzeitigen Maßnahmen gelten bis 15. September. Verkehrsexperten werden nun die genauen Geltungsbereiche und Zeiträume für den Winter ausarbeiten, sagte die Grüne Ingrid Felipe, die in der Tiroler Regierung für Verkehrsfragen zuständig ist.

    "In welchen Bereichen die Fahrverbote im Winter zielführend sind und in welchen Zeiträumen diese gelten werden, ist Gegenstand der Analyse", so Felipe. Seit Ende Juni seien aufgrund der Verbote rund 20.000 Fahrzeuglenker zurückgewiesen worden.