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Tirol: Skitourengeher attackiert Pistenraupenfahrer | BR24

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Im Skigebiet Rangger Knöpfl in Österreich hat ein Tourengeher einen Pistenraupenfahrer angegriffen. Das Video zum Vorfall sorgt in den sozialen Netzwerken für Aufsehen.

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Tirol: Skitourengeher attackiert Pistenraupenfahrer

Im Skigebiet Rangger Köpfl in Österreich hat ein Tourengeher einen Pistenraupenfahrer angegriffen. Ein Video, auf dem der Vorfall zu sehen ist, sorgt auf Facebook für Aufsehen. Offenbar wollte der Raupenfahrer zuvor nur vor einer Gefahr warnen.

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Der Vorfall ereignete sich bereits am Freitagabend gegen 23 Uhr. Wie der ORF berichtet, war ein Mitarbeiter der örtlichen Bergbahn mit dem Planieren der Pisten im Skigebiet Rangger Köpfl nahe Innsbruck beschäftigt. Gleichzeitig sei eine Gruppe von Tourengehern mit Stirnlampen ins Tal gefahren. Schon zuvor waren demnach offenbar mehrere Tourengeher über ein noch nicht gespanntes Windenseil der Pistenraupe gefahren. Der Raupenfahrer habe die Bergsportler deshalb auf die Gefahr hinweisen wollen, die ein gespanntes Windenseil bei laufendem Betrieb einer Pistenraupe darstellt.

Tourengeher würgt Raupenfahrer

Einer der Wintersportler habe daraufhin die Beherrschung verloren und den Raupenfahrer angegriffen. Wie auf dem Video zu sehen ist, würgte er ihn und schlug ihn mit seinen Skistöcken. Andere Tourengeher, unter ihnen auch die Tochter des Angreifers, versuchten den Mann zu beruhigen. Auf Facebook wird das Video rege diskutiert. Die Meisten reagieren mit Unverständnis: "Es gibt genug Möglichkeiten, wo man abends seine Tour gehen darf", schreibt Julia Ortner. "OMG - echt zum schämen das Ganze. Mein Mitgefühl an den Pistenfahrer", postet "InGrid Al Bright". Und Albert Gabl hofft auf ein "gerichtliches Nachspiel".

Wirtschaftlicher Schaden für Bergbahn

Die Pisten am am Rangger Köpfl sind nach Angaben auf der Internetseite der Bergbahnen Oberperfuss zwischen 17 Uhr und 8 Uhr aus Sicherheitsgründen gesperrt. Wie Hubert Deutschmann, Geschäftsführer der Bergbahnen dem ORF berichtet, habe es dennoch am Freitagabend rund 50 Abfahrten gegeben. Die Piste hätte anschließend erneut präpariert werden müssen, so Deutschmann. So entstünde den Bergbahnen auch ein wirtschaftlicher Schaden, denn eine Stunde Pistenpräparieren koste einen dreistelligen Betrag.

Dazu komme auch die psychische Belastung seiner Mitarbeiter. Jetzt müssten die Pistengerätefahrer neben der Angst, dass sich Sportler jederzeit durch Seil oder Pistengerät verletzen könnten, auch noch Angst davor haben, körperlich attackiert zu werden.

Polizei hat Ermittlungen aufgenommen

Der Angreifer vom Freitag hat sich nach Angaben der "Kronen Zeitung" mittlerweile bei seinem Opfer entschuldigt. Ein persönliches Treffen zwischen den beiden, um die Angelegenheit endgültig aus der Welt zu schaffen, sei für kommende Woche anberaumt. Die Polizei hat dennoch Ermittlungen zu dem nächtlichen Vorfall aufgenommen.

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