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Tirol: Offenbar 17 Infektionen mit Corona-Mutation | BR24

© Clemens Verenkotte/BR

Tirol - Verdacht auf mutierte Virus-Infektionen in 17 Fällen

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Tirol: Offenbar 17 Infektionen mit Corona-Mutation

In Österreich haben sich vermutlich 17 Menschen mit mutierten Coronaviren angesteckt. Es handelt sich überwiegend um Briten, die an einer Skilehrer-Ausbildung in Jochberg in Tirol teilgenommen haben. Endgültige Testergebnisse stehen aber noch aus.

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Von
  • Clemens Verenkotte

Die 17 Verdachtsfälle in der Tiroler Gemeinde Jochberg seien größtenteils bei britischen Staatsbürgern aufgetreten, die an Aus- und Fortbildungskursen zum Skilehrer teilgenommen hätten. Wie die Gemeinde Jochberg mitteilte, seien nach auffälligen Testergebnissen die Testproben am vergangenen Wochenende von der österreichischen Gesundheitsagentur AGES überprüft worden. Das Resultat lege den konkreten Verdacht nahe, dass es sich beim nachgewiesenen Coronavirus um die aus Großbritannien bekannte und ansteckendere Coronavirus-Mutation handeln könnte.

Keine Aufregung beim Bürgermeister

Der Bürgermeister von Jochberg im Tiroler Bezirk Kitzbühel, Günter Resch, sagte im ORF: "Die Anreise der Skilehrer ist bereits Mitte Oktober bis Mitte Dezember erfolgt. Sie genießen vor der Durchführung ihrer Arbeit eine Ausbildung und eine Vorbereitung für die Anwärterprüfung. Aus diesem Grunde sind sie schon angereist und in ihren Quartieren untergebracht, um diese gediegene Ausbildung zu genießen. Jedoch aufgrund Lockdown ist es dauernd verschoben worden und sie sind bis jetzt leider Gottes nicht zum Einsatz gekommen."

Bevölkerung soll getestet werden

Die österreichische Bundesregierung ordnete an, dass sich die gesamte Bevölkerung der 1.560 Einwohner großen Gemeinde umgehend kostenlos PCR-Tests unterziehen sollte. Die britischen Skilehrer seien bis zum 18. Dezember "auf dem Land- und Luftweg" nach Österreich eingereist, sagte der regionale Leiter der Einsatzstabs Corona, Elmar Rizzoli. Vier Tage später, am 22. Dezember, hatte Österreich ein Landeverbot für Flugzeuge aus Großbritannien verhängt.

Kontakt zu Skischülern hätten die britischen Skilehrer nicht gehabt, da kein Unterricht stattgefunden habe. Jochbergs Bürgermeister Resch zum Infektionsverlauf der britischen Skilehrer: "Also die Skilehrer sind symptomfrei laut eigener Auskunft. Aufgrund von Nachtestungen und - ich nehme an - Vermutungen, dass es gefährlich sein könnte, weil britische Staatsbürger auch anwesend sind, wurde nachgetestet und es lässt sich vorab nicht ausschließen, ob dies die Mutation aus Großbritannien ist." Mit einem endgültigen Ergebnis sei in einer Woche zu rechnen.

Weiterer Verdacht in Wien

Auch in Wien ist der Verdacht von Corona-mutierten Fällen aufgekommen. So seien in einem privaten Alten- und Pflegeheim nach Jahresbeginn auffallend viele Corona-Fälle aufgetreten, wie die Austrian Presse Agentur APA berichtet. Von 101 Bewohnern seien 42 positiv getestet worden. Eine erste Überprüfung der Tests durch die österreichische Gesundheitsagentur AGES habe ergeben, dass es sich um das mutierte Corona-Virus handelt. Unklar sei, ob alle 42 Infektionsfälle auf das mutierte Virus zurückgingen.

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