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Tierversuche: Rund 2,8 Millionen Tiere verwendet oder getötet | BR24

© dpa/pa/Marijan Murat

Ein Rhesus-Affe mit einem Implantat, aufgenommen am 10.03.2016 in der Tierhaltung im Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen

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    Tierversuche: Rund 2,8 Millionen Tiere verwendet oder getötet

    Rund 2,8 Millionen Tiere sind im vergangenen Jahr in Deutschland für Tierversuche verwendet worden. Etwa 740.000 der Tiere sind durch die Versuche getötet worden. Häufig setzten die Forscher Mäuse ein. Deutlich erhöht hat sich die Anzahl der Affen.

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    Rund 740 000 Tiere sind in Deutschland im vergangenen Jahr für wissenschaftliche Zwecke getötet worden. Weitere etwa zwei Millionen Tiere wurden für wissenschaftliche Tierversuche eingesetzt, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet.

    Das Blatt beruft sich auf Zahlen, die die Bundesregierung an die EU-Kommission geschickt hat. Laut Bundeslandwirtschaftsministerium bewegen sich die Werte auf dem Niveau des Jahres 2016.

    Deutlich gestiegen: Zahl der Affen in deutschen Tierversuchen

    Am häufigsten setzten Wissenschaftler dem Bericht zufolge Mäuse ein, insgesamt 1,37 Millionen Tiere. Hinzu kamen 255 000 Ratten und 240 000 Fische sowie 3300 Hunde und 718 Katzen. Deutlich gestiegen ist demnach die Zahl der verwendeten Affen: Sie lag im vergangenen Jahr bei 3472 Tieren, 2016 waren es noch 2462.

    Julia Klöckner will, dass die Zahl der Tierversuche gesenkt wird

    Die Zeitung zitiert Ministerin Julia Klöckner (CDU) mit den Worten: "Ich will, dass die Zahl der Tierversuche kontinuierlich gesenkt wird. Tiere sind Mitgeschöpfe. Sie verdienen unser Mitgefühl." Dort wo Experimente an Tieren unerlässlich seien, müsse weiter an Alternativen geforscht werden, diese fördere ihr Ministerium finanziell.

    Die Grünen im Bundestag kritisierten das als ungenügend. Renate Künast, tierschutzpolitische Sprecherin ihrer Fraktion, sagte: "Wir brauchen jetzt eine klare Ausstiegsstrategie."

    Die meisten Tierversuche dienen der Grundlagenforschung

    Laut dem Bericht wurden 50 Prozent der Tiere im Bereich der Grundlagenforschung eingesetzt. Bei 27 Prozent ging es um die Herstellung oder Überprüfung von Medikamenten. Weitere 15 Prozent nutzten die Wissenschaftler unmittelbar zur Erforschung von Krankheiten bei Menschen und Tieren.

    Von
    • BR24 Redaktion
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