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Thunberg setzt die Segel: Reise zum UN-Klimagipfel in New York | BR24

© dpa-Bildfunk/Kirsty Wigglesworth

Klimaaktivistin Thunberg will den Atlantik überqueren

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Thunberg setzt die Segel: Reise zum UN-Klimagipfel in New York

Am Nachmittag soll's losgehen: Vom britischen Plymouth aus reist Klimaaktivistin Greta Thunberg über den Atlantik nach New York - und zwar CO2-neutral. Zwei Wochen wird die 16-jährige Schwedin mit einer Segelyacht unterwegs sein.

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Gefriergetrocknetes Essen, ein blauer Eimer als Toilette und riesige Wellen auf dem Nordatlantik - viel Komfort erwartet Klimaaktivistin Greta Thunberg bei der ersten Segelfahrt ihres Lebens nicht. "Ich denke, es wird ein ziemliches Abenteuer", sagte die 16-Jährige Schwedin kurz vor Reisebeginn am Mittwoch.

Die Umweltaktivistin wird von Plymouth in Südengland nach New York an der US-Ostküste mit einer modernen Segelyacht reisen, um am UN-Klimagipfel teilnehmen zu können. Der Grund für die Schiffsreise ist, dass sie so klimafreundlich wie möglich in die USA gelangen möchte. Auf Flugzeugreisen verzichtet Thunberg.

Je nach Wetterlage wird sich Greta Thunberg am Nachmittag, voraussichtlich gegen 17 Uhr, auf den Weg nach New York machen. Für die Mittagsstunden war zu kräftiger Wind vorhergesagt, was das Ablegen verzögerte. Am Nachmittag könnte die Crew eine Lücke nutzen, ehe eine weitere Front durchkommt.

Beim Probesegeln wurde Thunberg seekrank

Die Fahrt wird voraussichtlich zwei Wochen dauern - und für Greta Thunberg womöglich nicht einfach werden, denn beim Probesegeln wurde die Schwedin seekrank. Das sei, so Thunberg, "zu erwarten" gewesen. Im Vordergrund stehe ohnehin die Botschaft des Trips. "Ich denke, die Menschen nehmen die Klimakrise langsam ernster. Langsam, aber immerhin. Deswegen mache ich das", sagte die 16-Jährige, die vor einem Jahr die "Fridays-for-Future"-Bewegung angestoßen hatte.

Thunberg überquert den Atlantik an Bord der 18 Meter langen und nahezu emissionsfreien Hochsee-Rennyacht "Malizia II". Das Boot ist mit Solaranlagen und Unterwasserturbinen ausgestattet, um Strom für das Boot zu generieren. Ihr Skipper wird der Deutsche Boris Herrmann sein.

Geplante Klimaproteste in den USA und Chile

Auf dem UN-Klimagipfel will Greta Thunberg weiter für Ihre Ziele kämpfen. Sie rief zu weiteren Anstrengungen im Kampf gegen die Erderwärmung auf: "Wenn man sich das Gesamtbild anschaut, passiert nahezu nichts Positives." Ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump strebt sie nach eigenen Angaben jedoch nicht an: "Ich kann ihm nichts sagen, was er nicht schon gehört hat", sagte Thunberg.

Nach dem UN-Klimagipfel in New York im September steht im Dezember in Chile die alljährliche Weltklimakonferenz an. Rund um diese beiden zentralen Termine will sie an Klimaprotesten teilnehmen, Betroffene der Klimakrise sowie andere Aktivisten und Entscheidungsträger treffen. Auch Besuche in Kanada und Mexiko sind vorgesehen.