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Thunberg beim Jugendklimagipfel: "Uns kann niemand stoppen" | BR24

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Einen Tag nach den welt-weiten Klima-Protesten haben sich in New York hunderte junge Leute zum ersten UN-Jugend-Gipfel für Klima-Schutz versammelt. Mit dabei: Die schwedische Aktivistin Greta Thunberg.

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Thunberg beim Jugendklimagipfel: "Uns kann niemand stoppen"

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat zum Auftakt des UN-Jugendklimagipfels in New York die Teilnehmer auf den Kampf gegen die Klimakrise eingeschworen. "Wir haben gezeigt, dass wir geeint sind", sagte sie.

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Nach ihrer Rede vor Zehntausenden Menschen bei den Klimaprotesten in New York hat die schwedische Aktivistin Greta Thunberg zum Auftakt des Jugendklimagipfels der Vereinten Nationen einmal mehr der Klimakrise den Kampf angesagt.

"Gestern sind Millionen Menschen rund um den Globus marschiert und haben wirkliche Klimamaßnahmen verlangt, vor allem junge Leute", sagte die 16-Jährige. "Wir haben gezeigt, dass wir geeint sind und dass uns junge Leute niemand stoppen kann."

Laut offiziellen Angaben wurden bei dem Treffen, das dem Klimagipfel mit Staats- und Regierungschefs am Montag vorgeschaltet ist, etwa 700 Teilnehmer erwartet. Bei der Veranstaltung sollen die Jungdelegierten Vorschläge für den Kampf gegen den Klimawandel erarbeiten. Die entwickelten Maßnahmen werden dann den Staats- und Regierungschefs unterbreitet.

Auch UN-Generalsekretär António Guterres war bei dem Jugendgipfel dabei - vor allem als Zuhörer. Trotzdem aber hielt auch er eine Ansprache: "Das ist eines der Probleme der weltweiten Anführer: dass sie zu viel reden und nicht genug zuhören", sagte er. Noch vor einigen Jahren habe er sich entmutigt gefühlt angesichts des voranschreitenden Klimawandels und der mangelhaften Handlungen der Politiker. "Und plötzlich habe ich gespürt, dass da ein neuer Impuls war, der zunahm. Und der kam zu einem großen Teil von der Jugendbewegung", so Guterres.

Thunberg spricht von "Welle der Veränderung"

Thunberg hatte am Freitag vor Zehntausenden Menschen in New York die weltweiten Klima-Demonstrationen als "Welle der Veränderung" gefeiert. "Wir sind nicht nur ein paar junge Leute, die die Schule schwänzen, oder ein paar Erwachsene, die nicht zur Arbeit gegangen sind - wir sind eine Welle der Veränderung. Zusammen sind wir nicht aufzuhalten", sagte die 16-Jährige unter Jubel und Applaus der Zuhörer im Battery Park an der Südspitze Manhattans.

"Wenn Sie zu der kleinen Gruppe von Menschen gehören, die sich von uns bedroht fühlen, dann habe ich sehr schlechte Nachrichten für Sie, denn das hier ist nur der Anfang. Es wird Veränderungen geben, ob Sie es mögen oder nicht." Den Organisatoren zufolge waren rund 250.000 Menschen zu der Demonstration in New York gekommen, das Bürgermeisteramt der Stadt sprach von rund 60.000.

Weltweit großer Zulauf zu Demonstrationen

Rund um den Globus waren Millionen Menschen auf die Straße gegangen. Bei den Demonstrationen in Deutschland war der Zulauf groß: In Berlin gingen nach Angaben der Aktivisten etwa 270.000 Menschen auf die Straße, die Polizei ging von 100.000 aus. Im gesamten Bundesgebiet waren es etwa 1,4 Millionen Menschen.

Aufgerufen hatte die Jugendbewegung "Fridays for Future". Die von Thunberg angestoßene Klimabewegung wird von Schülern und Studenten getragen. Sie fordern von der Politik mehr Ehrgeiz im Kampf gegen die Erderhitzung und die drohende Klimakatastrophe. Vor allem müsse gemäß dem Pariser Klimaabkommen die globale Erwärmung auf unter 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit eingedämmt werden.