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Thailand: Gericht verhängt Rekordstrafe für Majestätsbeleidigung | BR24

© pa/dpa/Peerapon Boonyakiat

Majestätsbeleidigung wird in Thailand hart bestraft.

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    Thailand: Gericht verhängt Rekordstrafe für Majestätsbeleidigung

    Ein Gericht in Thailand hat eine frühere Beamtin wegen Majestätsbeleidigung zu der Rekordstrafe von 43 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Die Frau sei in 29 Anklagepunkten für schuldig befunden worden, hieß es.

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    • BR24 Redaktion

    Eine Thailänderin ist in Bangkok zu 43 Jahren Gefängnis wegen Majestätsbeleidigung verurteilt worden. Die Frau wurde für schuldig befunden, gegen Majestätsbeleidigung verstoßen zu haben, indem sie Audioclips bei Facebook und YouTube veröffentlicht habe, teilte die Gruppe Thailändische Anwälte für Menschenrechte mit.

    Die Frau habe sich vor einem Strafgericht schuldig bekannt in der Hoffnung, dass das Gericht nachsichtig sein würde, weil sie die Audioclips mit angeblich kritischen Kommentaren über die Monarchie nur geteilt, nicht kommentiert habe, sagte die frühere Beamtin örtlichen Medien.

    Menschenrechtler sprechen von "gruseliger Botschaft"

    Die Gerichtsentscheidung wurde von Aktivisten kritisiert. "Das Gerichtsurteil von heute ist schockierend und sendet eine gruselige Botschaft, dass Kritiken an der Monarchie nicht nur nicht toleriert werden, sondern auch schwer bestraft werden", sagte Sunai Phasuk von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch.

    Proteste in Thailand gegen Monarchie nehmen zu

    Nach seiner Thronbesteigung 2016 hatte der thailändische König Maha Vajiralongkorn der Regierung mitgeteilt, dass er nicht wolle, dass das Gesetz gegen Majestätsbeleidigung angewandt werde. Angesichts der Zunahme von Protesten für mehr demokratische Rechte und der Kritik an der Monarchie hatte der thailändische Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha in Aussicht gestellt, dass das Gesetz verwendet werde.

    Thailand hat eines der weltweit strengsten Gesetze

    Bis zu dem jüngsten Urteil betrug die Höchststrafe, die je dafür verhängt wurde, 35 Jahre. Kritiker sagen, dass die Behörden das Gesetz benutzen, um die Opposition zu unterdrücken. Das südostasiatische Land hat eines der strengsten Gesetze der Welt, wenn es um Kritik am Monarchen oder an seinem Hof geht - darauf stehen 15 Jahre Haft. Die Angeklagte war aber gleich in mehreren Punkten für schuldig befunden worden, darunter Verstöße gegen die Gesetze zur Computerkriminalität.

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