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Terrorverdacht bei Anschlag in Straßburg - Täter auf der Flucht | BR24

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Bei einer Schießerei in Straßburg ist die Zahl der Toten auf vier gestiegen. Elf Menschen seien bei dem mutmaßlichen Anschlag verletzt worden.

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Terrorverdacht bei Anschlag in Straßburg - Täter auf der Flucht

Bei einem Angriff auf einem Weihnachtsmarkt bei Straßburg wurden am Dienstagabend mindestens drei Menschen getötet. Zwölf weitere wurden verletzt, sechs von ihnen schwer. Der Mann wurde offenbar verletzt und ist noch auf der Flucht.

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Wie Frankreichs Innenminister Christophe Castaner am frühen Morgen mitteilte, wurden drei Menschen bei dem mutmaßlichen Terroranschlag getötet. Zuvor war zeitweise die Rede von vier Toten gewesen. Zwölf Menschen wurden nach seinen Angaben verletzt, sechs von ihnen sehr schwer.

Sicherheitswarnstufe erhöht

Frankreichs Regierung ließ nach dem Anschlag die höchste nationale Sicherheitswarnstufe ausrufen. Das bedeute verstärkte Kontrollen an den Grenzen des Landes, erläuterte Castaner. Auch Weihnachtsmärkte würden stärker kontrolliert. Staatschef Emmanuel Macron versprach den Opfern des Angriffs die Solidarität Frankreichs. "Solidarität der gesamten Nation mit Straßburg, unseren Opfern und ihren Familien", schrieb Macron im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Täter noch auf der Flucht

Der Täter sei noch immer auf der Flucht. Laut Angaben der Nachrichtenagentur AFP sei es bei der Verfolgung zu einem Feuergefecht gekommen, bei dem der mutmaßliche Angreifer von Soldaten angeschossen worden sei. An der Suche nach dem 29-Jährigen waren nach Castaners Angaben unter anderem 100 Mitarbeiter der Kriminalpolizei, Spezialeinheiten und Soldaten beteiligt. Unterstützt wurde die Fahndung durch zwei Hubschrauber. Außerdem wurden weitere Kräfte nach Straßburg geschickt. Die Bundespolizei in Baden-Württemberg kontrollierte den Grenzverkehr und riet wegen der laufenden Fahndung nach dem Täter von einem Grenzübertritt ab.

Vermutlich terroristischer Hintergrund

Die Polizei geht mittlerweile von einem terroristischen Hintergrund aus. Castaner sagte weiter, der Täter sei identifiziert und der Polizei wegen krimineller Aktivitäten bekannt. Die Präfektur gab bekannt, dass der mutmaßliche Schütze bei den französischen Behörden als potenzieller extremistischer Gefährder geführt wurde. Er sei in einer entsprechenden Datei verzeichnet gewesen.

Bereits in Deutschland verurteilt worden

Der aus Straßburg stammende Mann sei in der Vergangenheit sowohl in Frankreich als auch in Deutschland verurteilt worden, sagte Castaner. Seine Strafen habe er abgesessen. Der 29-Jährige hätte aber neuesten Informationen zufolge am Dienstagmorgen wegen versuchten Mordes festgenommen werden sollen. Er wurde aber nicht in seiner Wohnung angetroffen.

Nach dem Angriff haben Anti-Terror-Spezialisten der Pariser Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Die Untersuchung wurde unter anderem dem Inlandsgeheimdienst DGSI übergeben. Die Pariser Anti-Terror-Staatsanwaltschaft leitete noch am Abend eine Untersuchung wegen des Verdachts auf "Mord und Mordversuch im Zusammenhang mit einer terroristischen Unternehmung" ein.

Frankreich ist in der Vergangenheit von einer Welle islamistischen Terrors überzogen worden. Bei der folgenschwersten Attentatswelle starben im November 2015 130 Menschen in Paris.

Innenstadt von Straßburg weiterhin abgeriegelt

In sozialen Netzwerken hieß es, die Innenstadt der elsässischen Metropole sei komplett abgeriegelt. Auch das Europaparlament ist geschlossen worden. Niemand dürfe das Gebäude verlassen, Mitarbeiter seien per Handy-Kurznachricht oder Mail gewarnt worden, teilte eine Parlamentssprecherin der dpa mit.

Innenminister nach Straßburg unterwegs

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron schickt nach dem schweren Angriff in Straßburg Innenminister Christophe Castaner in die elsässische Metropole. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf den Élysée-Palast.

Das französische Innenministerium sprach von einem "ernsthaften Zwischenfall".

Die örtlichen Behörden erklärten bei Twitter, die Menschen sollten das Gebiet um die Polizeiwache meiden, die sich in der Nähe des Weihnachtsmarktes befindet. Zeugen sagten, sie hätten an mehreren Orten in der Innenstadt Schüsse gehört.

Der Bürgermeister von Straßburg, Alain Fontanel, bat die Bürger via Twitter, zuhause zu bleiben.

Straßburg liegt in unmittelbarer Nähe zur deutschen Grenze. Die Europa-Brücke verbindet den französischen Ort mit der deutschen Stadt Kehl. An den Grenzübergängen wurden die Kontrollen verstärkt.

Bundespolizei fordert auf, den Grenzübergang Kehl zu meiden

Auch auf deutscher Seite sind Polizeibeamte im Einsatz, wie die Bundespolizei Baden-Württemberg twittert. Aktuell soll der Grenzübergang von Kehl nach Straßburg gemieden werden.

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Attentat in Straßburg

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Polizeieinsatz in Straßburg

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