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Symbolbild: Der Nürnberger Polizei ist mit Kollegen aus Essen ein Schlag gegen mutmaßliche Telefonbetrüger gelungen.

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    Telefonbetrug: Schlag gegen falsche Sparkassenmitarbeiter-Bande

    Der Polizei in Nürnberg ist es mit Essener Kollegen gelungen, eine bundesweit agierende mutmaßliche Betrügerbande zu zerschlagen. Die Betrüger sollen sich in mehr als 130 Fällen als falsche Sparkassenmitarbeiter ausgegeben und so Geld erbeutet haben.

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    Von
    • Julia Demel

    Seit dem Sommer 2020 haben sich in Mittelfranken Betrugsfälle mit falschen Sparkassenmitarbeitern gehäuft. Nach Polizeiangaben riefen diese bei ihren Opfern an. Dabei erschien tatsächlich die Telefonnummer der Sparkasse auf dem Display. Sie ließen sich die Bank-TAN-Nummern aushändigen und tätigten damit Überweisungen von den Konten der Geschädigten.

    Ein 22-Jähriger mutmaßlicher Kopf der Bande

    Kriminalbeamte aus Nürnberg haben nun zusammen mit der Polizei in Essen mehrere Objekte einer mutmaßlichen Betrügerbande durchsucht und umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Bei der Nürnberger Polizei war eine eigene Ermittlungskommission eingerichtet worden. Diese konnte bereits im September 2020 den mutmaßlichen Kopf der Bande in einem Hotel in Düsseldorf ausfindig machen und festnehmen.

    Es soll sich um einen 22-Jährigen handeln, der einen teuren Lebensstil mit luxuriösen Uhren, Schmuck, Reisen und Kleidung pflegte. Er hatte sich ein Netz an Mittätern und Geldabholern aufgebaut. Mit den erschlichenen TAN-Nummern bestellte er Kleidung im Internet im Wert von mehr als 50.000 Euro.

    Zwölf mutmaßliche Mittäter ermittelt

    Nach der Festnahme des Tatverdächtigen gelang es der Ermittlungskommission, zwölf weitere mutmaßliche Mittäter und Helfer des Beschuldigten aus dem Raum Essen, Gelsenkirchen und Recklinghausen zu ermitteln. Im Dezember 2020 sowie am vergangenen Donnerstag (06.05.21) wurden insgesamt 14 Objekte im Raum Essen durchsucht. Hierbei konnten die Beamten neben umfangreichem Beweismaterial Betäubungsmittel und Waffen sicherstellen.

    Mehr als 130 Fälle, mehrere Hunderttausend Euro Schaden

    Die Auswertung der sichergestellten Geräte und Datenträger wird die Ermittlungskommission in Nürnberg noch für einige Zeit beschäftigten, heißt es in der Mitteilung der Polizei. Das Ermittlungsverfahren umfasst mehr als 130 Einzelfälle. Die Polizei schätzt den tatsächlich durch die Betrügerbande verursachten Vermögensschaden auf mehrere Hunderttausend Euro.

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