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Tausende protestieren im Hambacher Forst | BR24

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Nach dem Unfalltod eines Journalisten ist die Räumung des Waldes weiterhin unterbrochen. Die Proteste gegen RWE gehen aber weiter. Auch heute haben wieder Bürger dafür demonstriert, den Wald nicht der Braunkohle zu opfern.

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Tausende protestieren im Hambacher Forst

Im Hambacher Forst haben am Sonntag erneut mehrere Tausend Menschen gegen die Räumung und die geplante Rodung des Waldgebietes demonstriert. Der Energiekonzern RWE will im Herbst dort weite Teile abholzen, um weiter Braunkohle baggern zu können.

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Wie viele Demonstranten genau bei schmuddeligem Regenwetter in das Braunkohlerevier kamen, blieb offen. Die Polizei wollte sich auf keine Zahl festlegen. Der Veranstalter meldete rund 7.000 Teilnehmer, die erneut gegen die Rodung des Waldgebietes demonstrierten. Einige von ihnen verteilten im Wald Lebensmittel an die dort ausharrenden Aktivisten, andere pflanzten kleine Bäume.

Die Demonstranten forderten, die Räumung des Forsts auszusetzen, bis sich die Kohlekommission in Berlin auf ein Ausstiegsdatum aus der Braunkohle verständigt hat. Einen von den Umweltschützern geplanten Waldspaziergang hatten Polizei und Justiz an diesem Wochenende untersagt.

RWE-Treffen mit der Politik

Am Samstag war bekannt geworden, dass sich bereits im Juli und August Mitglieder der Bundesregierung mit RWE-Chef Rolf Martin Schmitz getroffen hatten, um über den Streit im Hambacher Forst zu verhandeln. Gesprächsteilnehmer waren unter anderem Kanzleramtschef Helge Braun (CDU), Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) gewesen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag hervor, die der Deutschen Presseagentur vorliegt.

Konzern will bei Rodung bleiben

Der Energiekonzern und Tagebaubetreiber RWE will Mitte Oktober mit der Rodung eines weiteren Teils des Hambacher Forsts beginnen, um seinen angrenzenden Braunkohletagebau Hambach zu erweitern. Umweltschützer wollen dies verhindern und fordern ein Ende der Kohleverstromung. Vor mehr als einer Woche hatten die Behörden begonnen, die im Wald von Aktivisten besetzten Baumhäuser zu räumen. Sie gelten als Symbol des Widerstands gegen die Kohle und die damit verbundene Klimabelastung. Nach dem Unfalltod eines Journalisten am Mittwoch wurde die Räumung bis auf Weiteres unterbrochen.

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Laut Veranstalter haben rund 7.000 Menschen gegen die Räumung und die geplante Rodung des Waldgebiets protestiert. Die Polizei wollte sich auf keine Zahl festlegen.

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