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Tausende machen ihrem Ärger über Thüringer Wahl Luft | BR24

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Zehn Tage nach der Wahl des FDP-Politikers Kemmerich zum Thüringer Ministerpräsidenten mit den Stimmen der AfD haben in Erfurt mehrere tausend Menschen gegen Bündnisse mit den Rechtspopulisten auf allen politischen Ebenen demonstriert.

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Tausende machen ihrem Ärger über Thüringer Wahl Luft

Nach der Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Thüringer Ministerpräsidenten mit den Stimmen der AfD sind in Erfurt erneut Demonstranten auf die Straße gegangen. Sie demonstrierten gegen politische Bündnisse mit Rechtspopulisten.

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"Kein Platz für Nazis" oder "1933 lässt grüßen" – mit Transparenten wie diesen demonstrierten heute in Erfurt zahlreiche Menschen gegen politische Bündnisse mit Rechtspopulisten. Unter dem Motto "Nicht mit uns - kein Pakt mit Faschisten - niemals und nirgendwo" hatte das Bündnis Unteilbar zu der Protestkundgebung aufgerufen. "Durch den Pakt mit der AfD haben CDU und FDP der extremen Rechten die Tür zur Macht einen Spalt breit geöffnet", erklärte eine Sprecherin des Bündnisses den Anlass für den Protest.

Tausende demonstrieren gegen Politik mit Rechtspopulisten

Die Wahl Kemmerichs sei ein politischer Tabubruch gewesen, so die Organisatoren. Die Demonstration wollten sie dagegen als "deutliches Zeichen der offenen und solidarischen Gesellschaft" verstanden wissen. Laut Veranstalter gingen 18.000 Demonstranten auf die Straße.

Jüdische Landesgemeinde Thüringen warnt vor AfD

Auch Reinhard Schramm, Vorsitzender der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen, warnt vor der AfD: "Die AfD relativiert heute offen den Nationalsozialismus. Sie propagiere Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Hass, so Schramm: "Damit ist die AfD mitschuldig an der Zunahme rechtsextremistischer Verbrechen."

Der FDP-Politiker Kemmerich war am 5. Februar maßgeblich mit den Stimmen der AfD zum Thüringer Ministerpräsidenten gewählt worden. Angesichts massiven Drucks aus Berlin trat der FDP-Politiker von seinem Amt zurück und ist seitdem lediglich geschäftsführend tätig.