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Tatverdächtiger nach rechtsextremen Droh-Mails ermittelt | BR24

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Nach einer Serie von E-Mails mit rechten Gewaltandrohungen haben Polizei und Staatsanwaltschaft einen Tatverdächtigen ermittelt. In Schleswig-Holstein wurde in dem Fall eine Wohnung durchsucht, die Polizei beschlagnahmte Beweismittel.

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Tatverdächtiger nach rechtsextremen Droh-Mails ermittelt

Nach einer Serie von E-Mails mit rechten Gewaltandrohungen haben Polizei und Staatsanwaltschaft einen Tatverdächtigen ermittelt. In Schleswig-Holstein wurde in dem Fall eine Wohnung durchsucht, die Polizei beschlagnahmte Beweismittel.

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Der Mann stehe unter dem Verdacht, Verfasser zahlreicher Mails unter anderem mit Bombendrohungen an Gerichte und andere Einrichtungen zu sein, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Berlin mit. Es gehe unter anderem um die Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.

Die Mails seien zum Teil mit "NSU 2.0" und "Nationalsozialistische Offensive" unterzeichnet gewesen. Sie gingen demnach an Behörden in Hamburg, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Brandenburg.

Tatverdächtiger ist Behörden bereits bekannt

Nach ARD-Informationen aus Sicherheitskreisen soll es sich um einen Mann Anfang 30 mit deutscher Staatsbürgerschaft handeln. Er soll psychisch labil und den Behörden bereits einschlägig bekannt sein. Laut NDR kommt er aus dem Landkreis Pinneberg nahe Hamburg. Derzeit befindet er sich demnach unter Bewachung in einem Krankenhaus.

Ermittlungen zu 200 Drohschreiben

Jetzt sollen die beschlagnahmten Beweismittel ausgewertet werden, um den Verdacht gegen den Mann zu erhärten. Gleichzeitig werde ermittelt, ob er auch Verfasser von weiteren der insgesamt 200 Drohschreiben sei, die Gegenstand der Ermittlungen sind.

Drohmails auch in Lübeck, Gelsenkirchen und Hamburg

Die Droh-Mails wurden seit dem vergangenen Sommer verschickt. Im März wurden deswegen etwa der Hauptbahnhof Lübeck und das Finanzamt Gelsenkirchen vorsorglich geräumt. Die Hamburger Polizei sperrte kurzzeitig mehrere Straßen. Zuvor hatte es auch in Frankfurt Bombendrohungen gegen das Oberlandesgericht und die Staatsanwaltschaft gegeben. Ob alle Drohungen der vergangenen Monate mit dem aktuellen Ermittlungskomplex zusammenhängen, war zunächst unklar.