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Kapitänin Carola Rackete würde wieder Flüchtlinge retten | BR24

© dpa-Bildfunk/Jörg Carstensen

Die Kapitänin Carola Rackete würde wieder Flüchtlinge in Seenot retten. Das sagte die 31-Jährige am Mittwochabend bei "Dunja Hayali“.

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    Kapitänin Carola Rackete würde wieder Flüchtlinge retten

    Die Kapitänin Carola Rackete würde wieder Flüchtlinge aus Seenot retten. Das sagte die 31-Jährige am Mittwochabend in der Talkshow „Dunja Hayali“. Rackete war nach einer Rettungsaktion in Italien zu einer Geldstrafe von 16.600 Euro verurteilt worden.

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    Trotz der verschärften Strafen für Seenotretter in Italien und der gegen sie gerichteten Ermittlungen kann sich die deutsche Kapitänin Carola Rackete vorstellen, auch künftig im Mittelmeer Migranten zu retten. "Wenn wieder ein Kapitän ausfällt und wieder keiner da ist, dann auf jeden Fall", sagte sie am Mittwochabend in der Talkshow "Dunja Hayali" auf die Frage, ob sie wieder rausfahren würde.

    Unerlaubt in Hoheitsgewässer: Italien beschließt drastische Strafen

    Am Montag hatte die italienische Regierung Strafen von bis zu einer Million Euro beschlossen, wenn ein Kapitän mit einem Schiff ohne Erlaubnis in die Gewässer des Landes fährt. In solchen Fällen können die Behörden ein Schiff künftig umgehend konfiszieren.

    Rackete war unerlaubt mit Flüchtlingen in Lampedusa eingefahren

    Rackete hatte das Schiff "Sea-Watch 3" Ende Juni mit rund 40 Migranten an Bord unerlaubt in den Hafen der italienischen Insel Lampedusa gesteuert. Gegen sie wurde eine Geldstrafe von mehr als 16 600 Euro verhängt. Nach Angaben ihres Anwalts wurde dagegen Beschwerde eingelegt. Die Ermittlungen der italienischen Behörden laufen weiter, ob Anklage erhoben wird, ist aber noch offen. Bei einer Verurteilung drohen ihr bis zu zehn Jahren Haft. Darüber hinaus liegt das von ihr gesteuerte Schiff derzeit in Sizilien an der Kette.

    Rackete: Je weniger Rettungsschiffe da sind, desto mehr Menschen sterben

    Rackete sagte, derzeit beschäftige sie sehr, dass die "Sea Watch 3" und andere Rettungsschiffe von Nichtregierungsorganisationen weiter in italienischen Häfen lägen und nicht auslaufen dürften, während weitere Unglücke geschehen seien. "Wir brauchen unbedingt Schiffe in der Such- und Rettungszone." Je weniger Schiffe da seien, desto mehr Menschen würden sterben. Es sei dringend nötig, dass Schiffe raus führen.