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Tagesgespräch: Verlängerung des Kurzarbeitergelds sinnvoll? | BR24

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Das Kurzarbeitergeld soll deutlich länger gezahlt werden

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Tagesgespräch: Verlängerung des Kurzarbeitergelds sinnvoll?

Die Corona-Pandemie bringt viele Firmen in Schwierigkeiten. Die Große Koalition will nun das Kurzarbeitergeld verlängern - bis Ende 2021. Ist das für einen solch langen Zeitraum sinnvoll? Was kann es bewirken? Diskutieren Sie mit: 0800/ 94 95 95 5.

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Unternehmen können in der Krise Arbeitsplätze durch erleichterte Kurzarbeit absichern. Das wurde im April angesichts der Corona-Pandemie beschlossen und galt ursprünglich bis Ende des Jahres.

Nun hat sich die Große Koalition auf eine Verlängerung geeinigt: Das Kurzarbeitergeld soll von regulär zwölf auf bis zu 24 Monate erweitert werden. Die verlängerte Bezugsdauer soll für Betriebe gelten, die bis zum 31. Dezember 2020 Kurzarbeit eingeführt haben. Maximal soll das Kurzarbeitergeld bis zum 31. Dezember 2021 verlängert werden. Damit die Bundesagentur für Arbeit (BA) die Milliardenkosten für Kurzarbeit schultern kann, will die Große Koalition Steuergeld locker machen - und zwar als Zuschuss und nicht als Darlehen.

Kritik an der Verlängerung des Kurzarbeitergeldes kommt zum Beispiel von FDP-Chef Christian Lindner. Empfehlenswert wäre gewesen, schrittweise vorzugehen und jetzt erst einmal einige Monate Verlängerung anzukündigen, meint er.

"Die Konjunktur hellt sich auf. Und das bedeutet, dass möglicherweise auch früher ein Ausstieg aus den staatlichen Hilfen, die über Schulden finanziert werden müssen, möglich ist." Christian Lindner, FDP

Was meinen Sie?

Zu Gast im Tagesgespräch bei Moderator Stefan Parrisius ist Gabriele Knödler-Bittner. Sie ist Geschäftsführerin der ADVICO Business Management GmbH und arbeitet als Personalberaterin.

Außerdem meldet sich Prof. Sebastian Dullien zu Wort. Der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) unterstützt die Verlängerung

"Kurzarbeit ist relativ billig. Im ersten Halbjahr hat sie nur 10 Milliarden Euro gekostet. Das war wenig: Insgesamt gibt der Bund mehr als 200 Milliarden aus. Allein die Reduzierung der Mehrwertsteuer um 2 bis 3 Prozentpunkte für ein halbes Jahr hat 20 Milliarden verschlungen – und hat die Konjunktur längst nicht so stark belebt wie das Kurzarbeitergeld." Prof. Sebastian Dullien im taz-Interview

Die Nummer in die Sendung: 0800 / 94 95 95 5

Das Tagesgespräch läuft ab 12.05 Uhr im Audio-Live-Stream und im Hörfunkprogramm Bayern 2. Und auf dieser Seite im Video-Live-Stream, sowie im Fernsehen bei ARD-alpha.

Rufen Sie an und diskutieren Sie mit! Unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800 / 94 95 95 5 sind wir ab 11 Uhr für Sie erreichbar.

Sie können uns auch über WhatsApp und Telegram einen Kommentar schicken, den wir dann gegebenenfalls in der Sendung zitieren. Die Nummer dafür ist die 0151 / 7 220 220 7.