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Studie: Eine von zehn Frauen erleidet Fehlgeburt

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    Tabuthema Fehlgeburt: Jede zehnte Frau betroffen

    Eine von sieben Schwangerschaften weltweit endet mit einer Fehlgeburt. Das haben Wissenschaftler in mehreren Studien herausgefunden und zusammengetragen. Das Thema werde, laut Bericht, oft verschwiegen, dabei sei es wichtig darüber zu sprechen.

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    Von
    • Julia Brestrich
    • BR24 Redaktion

    44 Fehlgeburten pro Minute weltweit - so heißt es im Bericht des internationalen Expertenteams. Er ist am Dienstag im Fachmagazin "The Lancet" veröffentlicht worden. Die Zahl der weltweiten Fehlgeburten belaufe sich so auf rund 23 Millionen pro Jahr. Vermutlich sei die Zahl sogar "wesentlich höher", weil nicht jede Fehlgeburt gemeldet werde.

    Die 31 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kritisieren: das Phänomen sei "viel zu lange heruntergespielt und oft nicht ernst genommen worden". Für den Bericht wurden die Daten aus drei Studien zusammengetragen. Die Verfasser sprechen sich dafür aus, dass es vor allem in psychologischer Hinsicht mehr Unterstützung für die Betroffenen geben müsse. Im Vorwort erklärten sie: "Es reicht nicht mehr, den Frauen einfach zu sagen: Versucht es weiter."

    Viele Einflussfaktoren für Fehlgeburten

    Genetische Veränderungen beim Fötus, starkes Über- oder Untergewicht, das Alter der Mutter und in geringerem Maße das Alter des Vaters, Alkohol, Tabak, Stress, Nachtarbeit sowie Luftverschmutzung oder Pestizide im Umfeld der Schwangeren. All das können Faktoren sein, die das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen.

    Schweigen statt Behandlung

    Siobahn Quenby der Universität Warwick ist eine der Autorinnen des Berichts. Sie betonte, das Thema Fehlgeburt werde sowohl bei den betroffenen Frauen, als auch beim medizinischen Personal, politischen Entscheidungsträgern und bei der Forschungsfinanzierung oft verschwiegen.

    "Auch wenn eine Fehlgeburt in den meisten Fällen nur einmal erlebt wird, bräuchte ein erheblicher Teil der Bevölkerung Behandlung und Unterstützung." Siobhan Quenby, Universität Warwick

    Um Betroffenen zu helfen, empfehlen die Verfasser ein Mindestmaß an Hilfe, vor allem im psychologischen Bereich. Zusätzlich sei eine Beratung vor weiteren Schwangerschaften wichtig. Frauen, die mehrere Fehlgeburten erlitten haben, müsse umfassender geholfen werden.

    Prominente Fälle sorgten für Aufmerksamkeit

    Die Ehefrau von Prinz Harry, Meghan Markle, hat öffentlich über das Thema gesprochen und über ihre erlebte Fehlgeburt berichtet. Sie wies darauf hin, dass Fehlgeburten nach wie vor ein Tabuthema seien.

    Auch das Model Chrissy Teigen hat ihre Fehlgeburt öffentlich bekannt gegeben. Organisationen, die sich um Betroffene kümmern, hatten diesen Tabubruch begrüßt.

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