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Syrische Armee nimmt Daraja ein | BR24

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Syrische Armee nimmt Daraja ein

Die Rebellenhochburg Daraja steht nach jahrelanger Belagerung wieder unter Kontrolle der syrischen Armee. Soldaten übernahmen die Macht in dem südlich der Hauptstadt Damaskus gelegenen Ort, aus dem zuvor alle Einwohner abtransportiert worden waren.

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Daraja war seit 2012 von der Armee und deren Verbündeten belagert worden. Mitte vergangener Woche wurde nach mehrtägigen Verhandlungen die Evakuierung vereinbart.

Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, wurden gemäß der seit Freitag geltenden Abmachung mehr als 3.200 Menschen, unter ihnen Zivilisten und Kämpfer, in Bussen aus Daraja weggebracht. Die Zivilisten seien zu Unterkünften in eine Gegend im Westen von Damaskus gefahren worden, die unter Kontrolle der Regierung steht. Etwa 800 Kämpfer seien in die von Rebellen beherrschte Provinz Idlib gebracht worden.

Im Juni hatte erstmals nach knapp vier Jahren ein Hilfskonvoi mit Lebensmitteln den belagerten Ort erreicht. Zuvor hatten lediglich Schmuggler durch Tunnel mitunter Nahrung nach Daraja gebracht. Für die Armee ist der Ort wichtig, weil er direkt an einem Militärflughafen liegt. Daraja war regelmäßig Ziel von Luftangriffen des Regimes mit international geächteten Fassbomben.

Kämpfe türkischer Truppen im Norden

Im Landesnorden stießen derweil von der Türkei unterstützte syrische Rebellen mit Kämpfern des von Kurden angeführten Militärbündnisses Demokratische Kräfte Syriens (SDF) zusammen. Die Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete, auch türkische Panzer seien an den Kämpfen beteiligt. Es waren demnach die ersten direkten Zusammenstöße zwischen der türkischen Armee und den von Kurden angeführten Kräften. Laut türkischen Angaben wurden bei den Gefechten ein türkischer Soldat getötet und drei verletzt.