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Syrien-Konflikt: Waffenruhe in Idlib in Kraft getreten | BR24

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Im syrischen Idlib ist die von Russland und der Türkei vereinbarte Waffenruhe um Mitternacht in Kraft getreten.

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Syrien-Konflikt: Waffenruhe in Idlib in Kraft getreten

Im syrischen Idlib ist die von Russland und der Türkei vereinbarte Waffenruhe um Mitternacht in Kraft getreten. Doch noch einige Stunden vor der Feuerpause gab es türkische Angriffe auf Syriens Armee.

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In der seit Monaten heftig umkämpften nordsyrischen Provinz Idlib ist in der Nacht eine zwischen Russland und der Türkei vereinbarte Waffenruhe in Kraft getreten. Kurz nach Inkrafttreten der Feuerpause um Mitternacht (Ortszeit) herrschte in der Region eine "relative" Ruhe, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte. Weder die syrische Regierungsarmee noch die mit ihr verbündeten russischen Verbände hätten zunächst ihre Luftangriffe in Idlib fortgesetzt.

Nach Waffenruhe: Türkei greift syrische Armee mit Drohnen an

Kurz nach der Einigung auf eine Waffenruhe in Idlib beraten die EU-Außenminister heute über die Situation in dem Bürgerkriegsland Syrien. Das Krisentreffen in Zagreb war kurzfristig angesetzt worden, nachdem sich die Lage in der syrischen Provinz Idlib zuletzt immer weiter verschärft hatte.

Noch einige Stunden vor der Waffenruhe hatte die türkische Armee Stellungen der syrischen Regierungsarmee mit Drohnen angegriffen, wie das Verteidigungsministerium in Ankara mitteilte. Bei diesen Angriffen um 16.00 Uhr Ortszeit seien 21 syrische Soldaten "neutralisiert" worden - "neutralisiert" bedeutet im Militärjargon üblicherweise die Tötung von feindlichen Kämpfern. Die türkischen Drohnenangriffe waren nach Angaben des Verteidigungsministeriums ein Vergeltungseinsatz für die Tötung von mehr als 30 türkischen Soldaten durch die syrischen Regierungstruppen in jüngster Zeit.

Weiter Gefechte in anderen Landesteilen

Während nach Mitternacht laut der Beobachtungsstelle dann "relative" Ruhe eintrat, feuerte die syrische Regierungsarmee in an die Provinz angrenzenden Gebieten von Aleppo und Hama mehrfach Artillerie auf Positionen der Aufständischen ab. Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netzwerk von Informanten vor Ort. Die Angaben der Aktivisten-Organisation sind von unabhängiger Seite oft kaum nachprüfbar.

UN-Generalsekretär António Guterres äußerte die Hoffnung, dass die Feuerpause in eine "dauerhafte" Einstellung der Kämpfe mündet. Die Bevölkerung in Idlib habe bereits "enormes Leiden" hinter sich, erklärte Guterres in New York. Er forderte die Konfliktparteien zur Einleitung eines politischen Prozesses auf.

Putin und Erdogan vereinbarten Waffenruhe

Russlands Präsident Wladimir Putin und der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hatten sich bei einem Treffen gestern in Moskau auf die Waffenruhe geeinigt. Es soll zudem einen Sicherheitskorridor entlang einer strategisch wichtigen Autobahn geben. Russland und die Türkei unterstützen in dem Konflikt die verfeindeten Parteien. Moskau steht an der Seite der syrischen Regierungstruppen, deren Gegner werden teilweise von der Türkei unterstützt.

In Idlib gehen die Truppen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad mit russischer Unterstützung seit Dezember massiv gegen die letzten Hochburgen islamistischer Milizen vor. Knapp eine Million Menschen sind seitdem nach UN-Angaben in die Flucht getrieben worden.