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Schulze fordert klimaverträglichen Neustart der Wirtschaft | BR24

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Am 1. Juli übernimmt Deutschland den Vorsitz in der Europäischen Union - und die Erwartungen sind groß. Im B5-Interview drängt Bundesumweltministerin Schulze auf einen umweltgerechten Umbau der Wirtschaft für den Neustart nach dem Shutdown.

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Schulze fordert klimaverträglichen Neustart der Wirtschaft

Am 1. Juli übernimmt Deutschland den Vorsitz in der Europäischen Union - und die Erwartungen sind groß. Im B5-Interview drängt Bundesumweltministerin Schulze auf einen umweltgerechten Umbau der Wirtschaft für den Neustart nach dem Shutdown.

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Die To-do-Liste der Bundesregierung ist voll, die Erwartungen der europäischen Staaten an die deutsche Ratspräsidentschaft sind sehr groß. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) macht im B5-"Interview der Woche" klar, dass die Bundesregierung das halbe Jahr nutzen wolle, die EU krisenfester zu machen.

Umweltgerechter Umbau von Wirtschaft und Industrie

Eines ist der SPD-Ministerin dabei besonders wichtig: Der Neustart nach dem Corona-Shutdown in vielen Ländern muss ihrer Meinung nach einhergehen mit einem umwelt- und klimaschutzverträglichen Umbau von Wirtschaft und Industrie. Das sei ein Schwerpunkt, den Deutschland in den kommenden sechs Monaten anstoßen möchte. Als Beispiel nennt sie die Stahlindustrie:

"Die Stahlindustrie ist international sehr unter Druck. Es ist aber vollkommen klar: Wir brauchen in Zukunft Stahl, der mit deutlich weniger CO2 und am Ende mit gar keinem CO2 mehr hergestellt wird. Und wenn wir jetzt in Europa der Stahlindustrie helfen, dann wird das weltweit Vorbildcharakter haben und wird weltweit als Technik kaufbar sein." Bundesumweltministerin Svenja Schulze

Rückdeckung für Green Deal der EU-Kommission

Während der Zeit der Ratspräsidentschaft wird die Bundesregierung den sogenannten Green Deal, den Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) vorgelegt hatte, massiv unterstützen. Er sieht für den europäischen Kontinent Klimaneutralität ab 2050 vor. Dass also nicht mehr Treibhausgase ausgestoßen werden in Europa, als auf natürlichem Weg gebunden werden können.

Ebenso soll das bisherige Ziel von 40 Prozent weniger Treibhausgasen bis 2030 gegenüber 1990 auf 50 bis 55 Prozent erhöht werden. Sie habe im Vorfeld der Ratspräsidentschaft für diese Verschärfung der europäischen Klimaschutz-Ziele viel Zuspruch bekommen, erklärt Schulze.

Umweltgerechte Digitalisierung

Als weiteren Schwerpunkt fordert die Bundesumweltministerin im B5-"Interview der Woche" eine umweltgerechte Digitalisierung. Vor allem nach den Erfahrungen der vergangenen Monate müssten hier die Weichen gestellt werden. Als Beispiele nennt Schulze energieeffizientere Rechenzentren, langlebigere Elektrogeräte, die sich leicht recyceln lassen, und mehr austauschbare Akkus in den Geräten.

"Hier gibt es eine ganze Menge, was Europa anpacken kann." Bundesumweltministerin Svenja Schulze

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