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Ein Mann trinkt Bier
© pa / dpa / Romy Arroyo Fernandez
© pa / dpa / Romy Arroyo Fernandez

Ein Mann trinkt Bier

Die Brauereien lieferten von Januar bis September rund 72,7 Millionen Hektoliter aus, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Der Absatz im Inland stieg in den ersten neun Monaten 2018 um 0,9 Prozent auf 59,6 Millionen Hektoliter. Biermischungen mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen machten mit 3,7 Millionen Hektolitern 5,1 Prozent des gesamten Bierabsatzes aus.

Der sonnige Frühling und der außergewöhnlich warme Sommer hätten die Nachfrage erheblich angekurbelt, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes (DBB), Holger Eichele.

"Brauereien mussten mitunter Sonderschichten fahren, um genügend Bier an den Handel und die Gastronomie liefern zu können." Holger Eichele, Deutscher Brauer-Bund

WM sorgte für "Vorzieh-Effekt"

Auch wenn das Vorrunden-Aus der Nationalmannschaft bei der Fußball-WM in Russland im Sommer wohl noch höhere Absatzzahlen verhinderte, war laut Destatis wohl auch die Fußball-Weltmeisterschaft gut fürs Geschäft. Schon im April und Mai deckten sich viele Händler wegen der WM vorsorglich mit Bier ein, Vorzieh-Effekt nennt man so etwas.

Langfristiger Trend zeigt nach unten

"Wir gehen allerdings nicht davon aus, dass der Trend wieder hin zum Bier geht", erklärte eine Sprecherin des Statistik-Amtes. Denn seit Jahren zeige sich, dass das Alkohol-Getränk aus Hopfen und Malz insbesondere bei den Jüngeren nicht mehr so gut ankomme. Mit Bier-Mischgetränken versuchten die Brauer jedoch erfolgreich, zumindest einen Teil von ihnen bei der Stange zu halten.