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Suche nach einem Stück Glück: Schottland im Goldrausch | BR24

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Schottland ist im Goldrausch. Immer mehr Briten machen sich auf die Suche. In den kalten Flüssen der Region wollen sie kleine Stücke des kostbaren Edelmetalls finden. Einer von ihnen ist Alan Popovich.

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Suche nach einem Stück Glück: Schottland im Goldrausch

Schottland ist im Goldrausch. Immer mehr Briten machen sich auf die Suche. In den kalten Flüssen der Region wollen sie kleine Stücke des kostbaren Edelmetalls finden. Einer von ihnen ist Alan Popovich.

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"Ich habe hier ein Loch gegraben. Einen Meter tief. Da war nichts. Auch ein Stück weiter, absolut nichts. So ist es mit dem Gold. Man kann nah dran sein, es aber nicht finden", so erklärt Goldsucher Alan Popovich seine Schürfer-Philosophie.

Wegen der Corona-Pandemie ist er gerade beurlaubt. Popovich hofft, dass er in einigen Wochen wieder arbeiten kann. Bis dahin will er seine freie Zeit nutzen, um im Fluss Mennock nach Gold zu suchen. Sein Ziel: so viel zu finden, dass er daraus einen Ring machen kann.

Etwa 100 Kilometer nördlich versucht Vincent Thurkettle sein Glück. Er schürft schon seit 40 Jahren in den schottischen Gewässern. Seit einer Stunde schleppt er seine Ausrüstung bereits durch die schottische Natur. Ihn zieht es in die Einöde.

Die wenigsten wissen, wo das Gold liegt

"Das ist einer der goldreichsten Flüsse Schottlands. Und keiner kommt mehr hier her. Vermutlich weil die wenigsten wissen, wo das Gold hier liegt und wie man da hinkommt", erklärt Thurkettle. Mit einer Lupe hält er nach den wertvollen Goldklumpen Ausschau.

"Ich habe jetzt schon alle meine Probleme vergessen. Obwohl ich erst ein paar Minuten hier bin. Ich gucke unter Wasser und schiebe mit der Hand den Kies weg. Manchmal sieht man dann einen Goldklumpen. Das ist dann wie der heilige Gral. Noch habe ich keinen, aber man weiß ja nie."

Vincent Thurkettle freut es, dass die Briten das Goldsuchen wiederentdecken. Doch er selbst hat an dieser Stelle heute kein Glück. Also zieht er weiter. Auch Alan Popovich hatte ordentlich mit dem Wetter zu kämpfen. Doch das ist ihm egal. Jeder Krümel Gold bringt ihn näher an seinen erhofften Goldring, und auch ein Stück weg von den Sorgen um seinen Job.

Einen Goldklumpen finden, das ist "wie der Heilige Gral"

"Ich liebe es. Ich werde es heute die ganze Nacht anstarren. Und zu Hause damit angeben. Es fühlt sich richtig gut an", strahlt er. Vincent Thurkettle hat einen neuen Platz gefunden. Den Namen des Flusses hält er lieber geheim. Sein Instinkt, weiterzuziehen, war offenbar richtig. Er hat Gold gefunden. Das Stück müsste 100 Euro wert sein, schätzt er:

"Ich habe einen wirklich schönen Klumpen gefunden. Ich habe erst ein paar kleine Krümel gefunden. Und dann war das hier plötzlich da. So einen großen Klumpen habe ich nicht erwartet. Meine Enkelin Mathilda ist gerade geboren. Vielleicht wird das Mathildas. Ihr Opa hat Gold für sie gefunden und da wird ein Kettenanhänger draus. Der Gedanke ist mir gerade gekommen."

Es ist nicht das Geld, was die Vincent Thurkettle und Alan Popovich antreibt. Denn reich macht die Goldsuche nicht. Aber sie kann in schweren Zeiten scheinbar ziemlich glücklich machen.

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