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Studie warnt vor rapider Ausbreitung in Lateinamerika | BR24

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Illustration Infizierter Mückenstich gefährdet Fötus

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Studie warnt vor rapider Ausbreitung in Lateinamerika

Vor den Olympischen Spielen in Brasilien gibt es neue Warnungen vor einer Ausbreitung der Zika-Epidemie. Zehntausende Neugeborene könnten laut einer Studie mit schweren Missbildungen zur Welt kommen. Die WHO dagegen hält die Gefahr für gering.

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Das Zika-Virus hat sich seit dem vorigen Jahr in Lateinamerika und der Karibik rasend schnell ausgebreitet. Bis zum Ende der derzeitigen Epidemie könnten sich 93,4 Millionen Menschen mit dem Virus infizieren, unter ihnen 1,65 Mio. schwangere Frauen, heißt es in der neuen, vom Fachmagazin "Nature Microbiology" veröffentlichten Studie.

Erkrankung bleibt oft unbemerkt

Das Zika-Virus wird von der Aedes Aegypti-Mücke übertragen. Das folgende Fieber hat meist einen leichten Verlauf und wird oft nicht wahrgenommen. Forscher gehen davon aus, dass infizierte Schwangere das Virus auf den Fötus übertragen können, was die Krankheit Mikrozephalie auslöst. Das heißt, Kinder werden mit einem kleinen Kopf geboren. Das geht einher mit schweren Gehirnschäden und geistiger Behinderung.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte im Februar den globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Brasilien ist vom Zika-Virus am meisten betroffen. Der Studie nach könnten sich schlimmstenfalls über 35 Millionen der gut 200 Millionen Brasilianer infizieren.

Keine Impfung

Bislang gibt es weder Medikamente noch eine Impfung gegen eine Infektion mit dem Zika-Virus. Einige Sportler sagten aus Angst vor Zika bereits ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ab. Die Behörden in Brasilien verweisen darauf, dass die Übertragungsgefahr aufgrund der niedrigen Temperaturen im Winter gering sei. Auch die WHO erklärte entgegen den Warnungen einiger Wissenschaftler, keine Bedenken bezüglich der Austragung der Spiele zu haben.

Das kolumbianische Gesundheitsministerium erklärte die Zika-Epidemie für überwunden.

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Tigermücke, die das Zika-Virus überträgt