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Studie über Milliardäre: Noch reicher - trotz Corona-Krise | BR24

© dpa

Gehört zu den Superreichen: Tesla-Chef Elon Musk (Archivbild)

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    Studie über Milliardäre: Noch reicher - trotz Corona-Krise

    Krise? Den 2.200 reichsten Menschen der Welt konnte Corona nichts anhaben. Laut einer Milliardärs-Studie wuchs ihr Vermögen zuletzt auf mehr als zehn Billionen US-Dollar. Aktien spielten dabei eine wichtige Rolle.

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    Milliardäre weltweit sind während der Corona-Krise noch reicher geworden. Das Vermögen der 2.189 wohlhabendsten Menschen hat einer Studie zufolge mit 10,2 Billionen Dollar einen neuen Rekordstand erreicht. Der bisherige Spitzenwert von 2017 belief sich auf 8,9 Billionen Dollar.

    Die Werte lagern in Bargeld, Wertpapieren, Firmenanteilen, Immobilien und weiterem Vermögen. Verbindlichkeiten wurden für die Studie der Schweizer Großbank UBS und des Beratungsunternehmens PwC abgezogen.

    Immobilien und Rohstoffe schwächer als innovative Branchen

    Der jüngste Anstieg ging vor allem auf steigende Wertpapierkurse zurück. Kaum verändert hat sich dagegen die Zahl der Milliardäre.

    Technologie-Pioniere wie Tesla-Lenker Elon Musk oder der chinesische Pharma-Unternehmer Zhong Huijhan konnten ihre Vermögen sprunghaft steigern. Dagegen mussten viele, deren Reichtum aus weniger innovativen Branchen wie Immobilien und Rohstoffen stammt, zuletzt Einbußen hinnehmen. Gut ein Drittel des Milliardärvermögens entfällt auf die USA. Danach folgen China und Deutschland.

    119 Milliardäre in Deutschland

    In Deutschland - der größten europäischen Volkswirtschaft - kommen die 119 Milliardäre auf ein Gesamtvermögen von 595 Milliarden Dollar. Bei der jüngsten Untersuchung im März 2019 lag diese Summe noch bei 500,9 Milliarden Dollar.

    Der Club der Superreichen in Deutschland wuchs seitdem von 114 auf 119 Mitglieder. Traditionell habe es in Deutschland bislang relativ wenig Veränderungen innerhalb der hochvermögenden Kreise gegeben, erläuterte Maximilian Kunkel, UBS-Chefanlagestratege für Deutschland.

    "Covid-19 beschleunigt nun überdurchschnittlich das Vermögenswachstum in den innovationsgetriebenen Bereichen wie dem Technologie- oder Gesundheitssektor und sorgt damit für eine Verschiebung des Vermögens." Maximilian Kunkel, UBS-Chefanlagestratege für Deutschland

    Unternehmer in diesen Bereichen haben nach seinen Angaben in den vergangenen Monaten unter anderem davon profitiert, dass sich die kurzfristigen Ertragseinbußen in Grenzen hielten, während sich die langfristigen Perspektiven teilweise deutlich verbessert hätten.

    Die reichsten Deutschen

    Die reichsten Deutschen dürften nach einer jüngst veröffentlichten Rangliste des "Manager Magazins" die Unternehmerfamilie Reimann mit einem geschätzten Vermögen von 32 Milliarden Euro sein. Auf Platz zwei steht Lidl-Gründer Dieter Schwarz mit einem geschätzten Vermögen von 30 Milliarden Euro.

    Eine Aufstellung der "Welt am Sonntag", veröffentlicht am 20. September, kam dagegen zu dem Ergebnis, dass Schwarz der reichste Deutsche ist - mit einem geschätzten Vermögen von 41,8 Milliarden Euro.

    Für den Report wertete UBS zusammen mit PwC die Daten von 2189 Milliardären in 43 Ländern aus. Zusammen entspricht das den Angaben zufolge einer 98-prozentigen Abdeckung des weltweiten Vermögens von Milliardären. Zur weiteren Vertiefung seien 60 Interviews mit Milliardären durchgeführt worden.

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