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Saufen, Kiffen, Dampfen: Welcher Sucht Jugendliche verfallen | BR24

© Stephan Böhm/dpa

Laut einer Studie unterscheidet sich das Suchtverhalten von Jugendlichen, je nach dem, ob sie auf dem Land oder in der Stadt leben.

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    Saufen, Kiffen, Dampfen: Welcher Sucht Jugendliche verfallen

    Auf dem Land wird getrunken, in der Stadt mehr gekifft - das ist das Ergebnis einer Jugend-Studie im Auftrag des bayerischen Gesundheitsministeriums. Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung: E-Zigaretten werden bei Teenagern immer beliebter.

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    Ob Jugendliche lieber zum Joint oder zu einem alkoholischen Drink greifen, unterscheidet sich stark - je nach dem, ob sie auf dem Land oder in der Stadt leben. Das geht aus der sogenannten Schulbus-Studie hervor, die im Auftrag des bayerischen Gesundheitsministeriums entstanden ist. Dazu wurden 14- bis 17-Jährige in den Landkreisen Miltenberg, Dillingen, Weilheim-Schongau und in den Städten Nürnberg sowie München zu ihrem Konsumverhalten befragt. In ländlichen Gegenden trinken Jugendliche öfter und mehr Alkohol. In Städten ist Cannabis beliebter.

    Haschisch in der Stadt, Binge Drinking auf dem Land

    Das hängt damit zusammen, dass die 14- bis 17-Jährigen auf dem Land insgesamt früher mit Alkohol in Berührung kommen. Auch exzessiver Alkoholkonsum, das sogenannte "Binge Drinking", ist laut Studie in den ländlichen Regionen verbreiteter.

    Umgekehrt ist es beim Konsum von Haschisch und Marihuana. Insgesamt gaben 15 Prozent der Jugendlichen aus den Städten an, in den vergangenen 30 Tagen gekifft zu haben. In den Landkreisen waren es mit zwölf Prozent der Heranwachsenden etwas weniger. Insgesamt hätten allerdings ein Viertel aller Befragten schon einmal Cannabis konsumiert.

    30 Prozent der Jugendlichen spielt täglich Computer

    Nach wie vor ist auch Computerspiel- und Internetnutzung beim Suchtverhalten der Schülerinnen und Schüler ein Thema. Laut der Studie spielen 30 Prozent der Jugendlichen täglich ein Computerspiel- Jungen dabei jedoch deutlich häufiger als Mädchen. Laut der Studie spielt fast die Hälfte aller männlichen Jugendlichen täglich Computerspiele. Bei den weiblichen sei es nur jede Zehnte.

    Bei der Internetnutzung sind allerdings die Mädchen aktiver. Am häufigsten werden laut Befragung Soziale Netzwerke genutzt. Auch hier gibt es einen Unterschied zwischen Stadt und Land: 11 Prozent der Jugendlichen in den Landkreisen und 15 Prozent der Gleichaltrigen in den urbanen Gegenden wiesen problematische Internetnutzung auf.

    Huml: E-Zigaretten sind "getarnter Einstieg" in Nikotinsucht

    Die Studie zeige, dass das Suchtverhalten von Jugendlichen regional unterschiedlich ausgeprägt sei, erklärte die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Mit den Ergebnissen könnten die Angebote und Maßnahmen in der Suchtvorbeugung künftig besser an die Regionen angepasst werden.

    Eine Gemeinsamkeit bei allen Teenagern wurde jedoch auch festgestellt: E-Zigaretten sind bei ihnen sehr beliebt. Etwa 20 Prozent der befragten Jugendlichen gaben an, im vergangenen Monat eine E-Zigarette oder eine E-Shisha geraucht zu haben. Im Vergleich zu früheren bundesweiten Studien ist dies ein leichter Anstieg. E-Shishas sind oft bunter und schlanker als die E-Zigaretten und die Liquids enthalten meist kein Nikotin.

    Huml warnt jedoch: "E-Shishas und E-Zigaretten können nach Experten-Ansicht Substanzen enthalten, die Allergien auslösen und gesundheitsschädliche Substanzen enthalten". Außerdem könne das sogenannte Dampfen ein "getarnter Einstieg" in die Nikotinsucht sein. Seit dem 1. April 2016 ist der Verkauf von nikotinhaltigen E-Zigaretten und auch der meist nikotinfreien E-Shishas an Kinder und Jugendliche verboten.