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Eine Studie zeigt: Ein Viertel der Erwerbstätigen arbeitet im aktuellen Corona-Lockdown in Deutschland zu Hause.

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    Studie: Jeder Vierte arbeitet im Homeoffice

    Die Homeoffice-Verordnung der Bundesregierung zeigt offenbar Wirkung. Eine Studie zeigt: Immer mehr Menschen arbeiten im derzeitigen Lockdown inzwischen von zu Hause. Doch es könnten noch viel mehr sein.

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    • BR24 Redaktion

    Kontakte beschränken, um Infektionen zu vermeiden - das gilt auch im Berufsleben. Die Bundesregierung hat die Arbeitgeber seit dem 27. Januar in Deutschland deshalb dazu angehalten, ihre Mitarbeiter ins Homeoffice zu schicken - insofern es die Tätigkeit zulässt. Und tatsächlich: Inzwischen arbeitet ein Viertel der Erwerbstätigen in Deutschland zu Hause.

    Homeoffice-Verordnung zeigt Wirkung

    Laut einer aktuellen Umfrage der Hans-Böckler-Stiftung gaben 24 Prozent an, im Januar vorwiegend oder ausschließlich im Homeoffice gearbeitet zu haben - ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den Monaten November und Dezember, als der Anteil noch bei 14 beziehungsweise 17 Prozent lag.

    Ein wichtiger Grund für die zunehmende Nutzung des Homeoffice war neben den dringenden Empfehlungen von medizinischen Experten offenbar die neue Homeoffice-Verordnung der Bundesregierung. Rund ein Drittel der Befragten, die aktuell vorwiegend oder ausschließlich zu Hause arbeiten, gaben an, dass die Regierungsbeschlüsse ein Grund für ihren Wechsel ins Homeoffice gewesen seien – oft, weil ihr Arbeitgeber danach erstmals Heimarbeit ermöglichte.

    Viele Arbeitgeber stellen sich noch quer

    Doch die Studie zeigt auch: Es gibt noch Luft nach oben. Rund 39 Prozent der Befragten gaben an, sie könnten ihren Beruf uneingeschränkt oder zu einem großen Teil in Heimarbeit erledigen. In manchen Firmen scheine es aber "immer noch Druck auf die Beschäftigten zu geben, im Betrieb zu arbeiten, auch wenn dies zumindest nach Einschätzung der Beschäftigten nicht nötig wäre", erklärte die wissenschaftliche Direktorin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Stiftung, Bettina Kohlrausch.

    Im Konfliktfall hilft die Arbeitsschutzbehörde

    Sollte sich der Arbeitgeber weigern, Homeoffice anzubieten, obwohl die Arbeit auch problemlos von zu Hause gemacht werden könnte, sollen sich Arbeitnehmer an den Betriebsrat wenden, sofern es einen gibt, empfehlen Arbeitsministerium und Deutscher Gewerkschaftsbund.

    Im Konfliktfall wird auch die Arbeitsschutzbehörde des jeweiligen Bundeslandes als Ansprechpartner genannt, die für die Durchsetzung der Regeln zuständig ist.

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