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Rund ein Fünftel der Startups in Deutschland werden von Menschen mit Migrationshintergrund gegründet:

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    Studie: Gründer mit Migrationshintergrund sind risikofreudiger

    Rund ein Fünftel der Startups in Deutschland werden von Menschen mit Migrationshintergrund gegründet. Laut einer Studie bringen sie unternehmerisches Denken mit und sind risikofreudiger. Bei der Finanzierung gibt es allerdings teilweise Probleme.

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    Von
    • BR24 Redaktion

    Biontech, Auto1, Delivery Hero oder GetYourGuide - in den vergangenen Jahren sind laut einer Studie des Startup-Verbands und der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung zahlreiche erfolgreiche Startups von Menschen mit Migrationshintergrund aufgebaut worden. Häufig würden diese "das entscheidende unternehmerische" Denken mitbringen, zudem seien sie bereit, Risiken einzugehen. Bei der Finanzierung hätten sie demnach allerdings mit Schwierigkeiten zu kämpfen.

    Die Gründerinnen und Gründer mit Migrationshintergrund haben laut der Studie überwiegend eine hohe Qualifikation: 91 Prozent können einen akademischen Abschluss vorweisen, häufig in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft oder Technik (MINT). Sie zeichneten sich zudem durch ein "ausgeprägtes Startup-Mindset" aus, wie es in der Studie heißt: Sie haben eine höhere Risikobereitschaft und zwei Drittel von ihnen strebt auch einen "Exit" an - also einen Börsengang oder einen Verkauf. "Diese Impulse sind entscheidend, wenn es darum geht, zunehmend größere Unternehmen aus dem Startup-Sektor zu entwickeln."

    Schwierigkeiten bei der Finanzierung

    Doch bei der Finanzierung hapert es häufig noch. Laut Studie bekamen die Gründerinnen und Gründer mit Migrationshintergrund im Mittel 1,1 Millionen Kapital von außen - im Schnitt aller Gründerinnen und Gründer war es mehr als das Doppelte: 2,6 Millionen Euro. "Hier zeigen sich strukturelle und kulturelle Barrieren innerhalb wie außerhalb der Startup-Szene", folgert die Studie.

    Gonca Türkeli-Dehnert, Geschäftsführerin der Deutschlandstiftung Integration, erklärte: "Existenzgründungen von Migrantinnen und Migranten waren in der Vergangenheit oft Notgründungen, weil sie schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt hatten und immer noch haben." Heute seien Existenzgründungen in der Regel Chancengründungen, überwiegend von Menschen mit einem akademischen Abschluss.

    Friedrich-Naumann-Stiftung fordert Abbau bürokratischer Hürden

    Der Vorstandsvorsitzende der Friedrich-Naumann-Stiftung, Karl-Heinz Paqué, schlug vor, die Gründerinnen und Gründer bei der Vernetzung - etwa mit Wissenschaftseinrichtungen - mehr zu unterstützen. Hier sei eine klare Lücke erkennbar. "Auch ein Abbau von bürokratischen Hürden kann helfen, zumal es bei Gründerinnen und Gründern der ersten Generation nicht selten sprachliche Barrieren gibt."

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